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Nördlich der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh seien 30 Häuser zerstört worden, meldete die Regierung. In Siem Reap, der Touristenhochburg für Besucher, die die Tempel von Angkor Wat besuchen, ging heftiger Regen nieder. Schäden und Opfer wurden von dort nicht gemeldet.
Der Umfang der Schäden wird dafür in Vietnam sichtbar, wo der Sturm zuvor wütete. Dort kamen nach Regierungsangaben 40 Menschen ums Leben. Zehn weitere würden an der Küste sowie im vietnamesischen Hochland noch vermisst.
Die Überschwemmungen haben in Zentral-Vietnam bisher etwa 294000 Häuser zerstört, etwa 375000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch die als Unesco-Weltkulturerbe geltenden alten Häuser in Hoi An wurden überschwemmt. Dort konnte man sich nur noch in Booten fortbewegen.
Touristen, die zeitweise in öffentlichen Gebäuden untergebracht waren, konnten heute wieder in ihre Hotels zurückkehren. Einige von ihnen halfen auch bei den Aufräumarbeiten auf den Strassen mit.
Hunderte Tote auf den Philippinen
Am Samstag hatte «Ketsana» auf den Philippinen die schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren ausgelöst (Blick.ch berichtete). Dort starben wahrscheinlich mehr als 246 Menschen. 375000 Menschen mussten aus ihren Häusern flüchten und 180000 Tonnen der bevorstehenden Reisernte wurden zerstört.
Zwei Millionen Menschen brauchten Hilfe. Retter verteilten heute auch in den entlegenen Regionen des Katastrophengebiets Nahrungsmittel und Medikamente.
Währenddessen wurde «Ketsana» zu einem Thema bei Klimaverhandlungen in Bangkok. «Ketsana ist ganz klar ein Beweis für die folgenschwere weltweite Tatenlosigkeit gegen den Klimawandel», sagte der philippinische Unterhändler Heherson Alvarez. (SDA/hhs)