Kein Geflügel mehr aus der Türkei und Rumänien

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BRÜSSEL/ ISTANBUL – Als Reaktion auf die ersten Vogelgrippefälle in der Türkei und Rumänien sind in Europa Importverbote verhängt worden.

Die EU untersagte die Einfuhr von lebendem Geflügel und Federn vorerst nur aus der Türkei. Die Schweiz, die Ukraine und Griechenland schlossen auch Rumänien ein.

Sowohl in der Türkei als auch in Rumänien waren am Wochenende Fälle von Vogelgrippe bestätigt worden. Tausende Tiere wurden in beiden Ländern bereits getötet. Proben wurden an ein britisches Labor geschickt, um festzustellen, ob es sich um den gefürchteten Erreger H5N1 handelt, dem in Asien Millionen von Tiere und auch schon mehr als 60 Menschen zum Opfer fielen.

In Rumänien und der Türkei werden noch mehrere tausende Tiere getötet, um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. In der Türkei war die Ortschaft Balikesir weiter vom Militär abgeriegelt. Dort sollen auch Strassenhunde erlegt werden.

Besonders alarmiert sind die Behörden in Griechenland, das gemeinsame Grenzen mit der Türkei und Rumänien hat, wie der stellvertretende griechische Landwirtschaftsminister Alekos Kontos in Athen mitteilte.

«Es geht darum, das Schweizer Geflügel zu schützen», sagte der Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen, Marcel Falk, zu dem von der Schweiz verhängten Importstopp. Vom Ergebnis der Untersuchungen über den Typ der Vogelgrippe werde abhängen, ob die Massnahme aufrechterhalten werde. Laut Falk wird es schwierig sein, die Herkunft des Virus genau abzuklären. Schmuggel komme in Frage, und Zugvögel gebe es in dieser Region ebenfalls.

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