Kein Ende im Fall Maddie

  • Publiziert: 12.01.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Weiterhin im Visier der portugiesischen Polizei: Kate und Gerry McCann. (Keystone)

LISSABON – Seit Mai 2007 wird sie vermisst, konkrete Ergebnisse sind bisher Fehlanzeige. Jetzt sollen die Ermittlungen verlängert werden – im Fokus stehen die Eltern.

Die portugiesische Staatsanwaltschaft hat aufgrund der «ausserordentlichen Komplexität» des Falls eine Verlängerung des Ermittlungsverfahrens um drei Monate beantragt. Hintergrund ist, dass nach portugiesischem Recht ein Ermittlungsverfahren nach acht Monaten eingestellt werden muss, wenn bis dahin keine konkreten Ergebnisse vorliegen oder Anklage erhoben worden ist.

Als Stichtag galt in diesem Fall der 14. Januar, weil genau acht Monate vorher ein Brite als erster Verdächtiger benannt worden war. Die portugiesische Polizei geht nach wie vor davon aus, dass das vierjährige britische Mädchen am 3. Mai 2007 in einer Ferienwohnung an der Algarve-Küste durch einen Unfall zu Tode kam und die Eltern die Leiche versteckten.

Kate und Gerry McCann, die ebenfalls als Verdächtige gelten, halten dagegen daran fest, dass ihre Tochter entführt wurde und noch lebt. Zugleich streiten sie jede Verwicklung in den Fall ab. Auch der Brite, der in der Nähe der Ferienanlage wohnt, beteuert seine Unschuld.

Durch die Fortsetzung des Ermittlungsverfahrens wird auch die Informationssperre in dem Fall aufrechterhalten. Sämtliche Ermittlungsberichte bleiben somit unter Verschluss und können nicht von den Anwälten der Verdächtigen eingesehen werden. (sda)

play Noch ist die Hoffnung nicht erloschen, dass Maddie am Leben ist. (Keystone)

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