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Die Lebensgeister haben Ingrid Betancourt schon fast verlassen. Doch ihre Entführer verweigern ihr den Arztbesuch. (AP)
Die humanitäre Mission der französischen Regierung sei nicht angebracht und nicht das Ergebnis eines Abkommens, liess die FARC heute über die ihr nahestehende Agentur BNA verbreiten. «Wir handeln weder unter dem Druck von Erpressung noch unter dem Einfluss einer Medienkampagne.»
Bereits im Januar hatte die FARC Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) den Zugang zu Geiseln verwehrt.
Frankreich hatte am vergangenen Donnerstag ein Ambulanzflugzeug nach Kolumbien entsandt, das bei einer eventuellen Befreiung der französisch-kolumbianischen Politikerin Betancourt zum Einsatz kommen soll.
Aussenminister Bernard Kouchner kündigte am Wochenende an, das Flugzeug so lange in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá stationiert zu lassen, bis die Rebellen sich zum Schicksal Betancourts äussern. Die im Februar 2002 entführte 46-Jährige soll an Hepatitis B sowie an einer durch Insektenstiche hervorgerufenen Hautinfektion leiden.
Betancourt ist die bekannteste Geisel der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) (Blick.ch berichtete). Die Rebellen wollen sie im Austausch gegen rund 500 FARC-Kämpfer freilassen, die in kolumbianischen Gefängnissen sitzen. Insgesamt hat die FARC Schätzungen zufolge etwa 700 Menschen in ihrer Gewalt. (SDA)