Kaum Zeit für Knast-Sex «El Chapo» jammert über Haftbedingungen

Weil er ständig geweckt wird und zu wenig Zeit für Sex hat, beklagt sich Drogen-Boss Joaquin Guzman über die Zustände im mexikanischen Knast.

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Drogenboss will nicht in die USA: «El Chapo» wehrt sich gegen seine Auslieferung aus Mexiko. (Archivbild) KEYSTONE/AP Mexican Federal Government

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Für seine Brutalität und Skrupellosigkeit war Joaquin Guzman – genannt «El Chapo» – weit über Mexikos Landesgrenzen hinaus gefürchtet. Ausgerechnet der berüchtigte Drogenboss beklagt sich nun aber über die miesen Bedingungen seiner Haft im Hochsicherheitsgefängnis in Juarez.

Seit Guzman vor einigen Monaten in seine neue Zelle verlegt worden war, sei «alles zur Hölle geworden», erklärt der Arzt des Häftlings. «El Chapo» beklage sich über Sex-Entzug, Psycho-Terror und permanente Todesangst.

«El Chapo» bei seiner Verhaftung im Januar. Sein Anwalt erklärte nun, bei einer Auslieferung an die USA, würde sich der Drogenboss schuldig bekennen. (Archiv) play
Joaquin Guzman nach seiner erneuten Festnahme im Januar dieses Jahres. AP Photo / Rebecca Blackwell

Die Schikanen würden demnach bereits bei den Gefängnis-Wärtern anfangen. In seiner Zelle brenne ununterbrochen das Licht. Zudem würde Guzman alle vier Stunden von maskiertem Personal geweckt.

Sein Mandant wisse nicht, wann es Tag ist und wann Nacht. Er lebe deshalb in «ständiger Angst», sagt Guzmans Anwalt Jose Refugio Rodriguez gegenüber der «Los Angeles Times».

Besuchszeiten für Sex verkürzt

Guzman war jahrelang der Kopf des mächtigen mexikanischen Sinaloa-Kartells. Sowohl 2001 und 2015 gelang es dem Drogenbaron, aus der Haft zu entkommen. Anfang 2017 soll er nun in die USA ausgeliefert werden.

Die Frau von «El Chapo», Emma Coronel, hat wegen der schlechten Haftbedingungen für ihren Mann bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission eine offizielle Beschwerde eingelegt.

Auch sie befürchtet, Guzman könnte im Knast noch durchdrehen oder sogar sterben. Coronel prangert auch an, dass die Besuchszeiten für Sex von vier auf zwei Stunden gekürzt wurden.

Emma Coronel will mehr Zeit für Sex mit ihrem Partner im Knast. play
Emma Coronel will mehr Zeit für Sex mit ihrem Partner im Knast. Imago

 

Die mexikanischen Behörden bestreiten die Vorwürfe aus dem Umfeld von «El Chapo». Sie sehen darin eine Taktik, um die Auslieferung an die USA zu verlangsamen. (cat)

Publiziert am 29.10.2016 | Aktualisiert am 29.10.2016
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  • Paul  Entlebucher 29.10.2016
    Sein Tod wäre kein grosser Verlust für die Menschheit. Die Bedingungen in den USA werden bestimmt nicht besser sein und er hat ehrlich gesagt auch kein menschenwürdiges Leben im Knast verdient.