Katastrophen-Flug MH17 Russen-Zeitung bittet «Vergib uns, Niederlande»

KIEW - Nachdem erste Opfer von Flug MH17 in die Niederlande gebracht wurden, vermelden mehrere Medien, dass in der Ostukraine ein neues Wrackteil und weitere Leichen gefunden wurden.

Wird hier die MH17 abgeschossen?

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19:59

 

18:33

Zur Sicherung der Absturzstelle von Flug MH17 in der Ostukraine erwägen die Niederlande und Australien einen bewaffneten Militäreinsatz. Nötig wäre dafür aber die Zustimmung der Regierung in Kiew als auch der prorussischen Separatisten in der umkämpften Region.

 

17:29

Noch immer, mehr als eine Woche nach dem Abschuss, geht es darum, am Unglücksort wirklich alle Spuren zu sichern. Deswegen schickt Australien 100 Polizisten in die Ostkraine.

17:03

Heute haben das niederländische und das australische Transportflugzeug weitere Leichen in die Niederlande geflogen. Insgesamt 75 Särge erreichten heute den Flughafen in Eindhoven.

Insgesamt sind nun 189 Särge eingetroffen, morgen wird ein weiterer Transport erwartet. Um die Leichen wie vieler Personen es sich dabei handelt, ist bis zur Öffnung der Leichensäcke unklar.

17:02

Laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sind noch immer nicht alle sterblichen Überreste der Opfer von Flug MH17 geborgen worden.

«Man muss dringendst die sterblichen Überreste und persönlichen Effekten der Opfer am Absturzort bergen», wird der Chef des medizinisch-juristischen IKRK-Dienstes, Morris Tidball-Bilz, in einem in Genf veröffentlichten Communiqué zitiert. Er hatte in der ukrainischen Hauptstadt Gespräche geführt.

Das IKRK bietet seine Hilfe bei der Bergung von sterblichen Überresten und persönlichen Gegenstände an. Zudem könne es den Zugang von Spezialisten zum Absturzort erleichtern.

16:32

Die niederländische Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe. Sie hat ein Webformular aufgeschaltet, über dieses mögliches Beweismaterial – Fotos und Videos – den Behörden zur Verfügung gestellt werden kann.

14:53

Die russische Zeitung «Nowaja Gaseta» hat sich heute stellvertretend für die Bürger Russlands bei den Niederlanden entschuldigt. «Vergib uns, Niederlande», steht auf Holländisch und Russisch auf der Titelseite.

Das dreimal wöchentlich erscheinende Blatt schaut der russischen Führungsriege auf die Finger und wurde deshalb in der Vergangenheit bereits wiederholt Opfer von Repressionen.

13:22

Durch die Ukraine-Krise sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile rund 230'000 Menschen zu Flüchtlingen geworden. Rund 130'000 Ukrainer seien vor den Kämpfen nach Russland geflohen. Fast 100'000 weitere Menschen hätten ihr Zuhause verlassen und seien nun Binnenflüchtlinge, also Vertriebene im eigenen Land.

 

10:37

Die Separatisten wollen eine internationale Polizeitruppe am Absturzort offenbar nicht kategorisch ausschliessen. «Wenn sich Malaysia, Australien oder die Niederlande an uns wenden, werden wir den Vorschlag natürlich prüfen», sagte Sergej Kawtaradse von der «Volkswehr» in Donezk. Die Aufständischen könnten die Sicherheit ausländischer Polizisten in der Kampfzone allerdings nicht garantieren. Kawtaradse wies Vorwürfe zurück, die Separatisten würden Ermittlungen und Sucharbeiten behindern. «Wir wollen Plünderungen verhindern und neutrale Untersuchungen ermöglichen», behauptete er.

 

03:35

Mehr als eine Woche nach dem Absturz des Passagierflugzeugs in der Ostukraine haben Ermittler nach australischen Medienberichten ein neues grosses Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Sie beriefen sich auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten. Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile gewesen. Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender «ABC» und die Zeitung «Sydney Morning Herald». Bei dem Wrackteil handelt es sich offenbar um einen Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren. «Es schien fast so, als sei es wie aus dem Nichts erschienen, denn es waren keine abgebrochenen Äste oder ähnliche Anzeichen zu sehen, die darauf hinweisen, dass ein grosses Stück Rumpf dort zu Boden gefallen ist.» (SDA)

22:13

Die malaysischen Ermittler am Absturzort gehen nach OSZE-Angaben von einem Raketentreffer als Ursache für den Absturz aus .Dafür sprächen stark durchlöcherte Wrackteile. «Es geht um drei Teile der Aussenhaut. Auch die Malaysier gehen davon aus, dass es Metallsplitter, Schrapnelle einer Rakete waren», sagte Michael Bociurkiw von der OSZE heute dem ZDF.

Das stark durchlöcherte Trümmerstück sei auch eine Woche nach der Katastrophe noch immer nicht sichergestellt worden.

 

21:31

Wie Vizeregierungschef Wladimir Groisman mitteilt, ist die Boeing vor ihrem Absturz exakt im vorgegebenen Korridor über der Ostukraine geflogen. Er berief sich auf angebliche erste Ermittlungsergebnisse internationaler Experten, die Daten der Bodenüberwachung ausgewertet hätten. «Die internationale Expertengruppe hatte an der Arbeit der ukrainischen Fluglotsen nichts auszusetzen», sagte er.Das russische Militär hatte zuvor behauptet, die Maschine sei kurz vor dem Unglück 14 Kilometer vom Kurs abgewichen.

 

20:23

Die internationalen Experten erhielten noch immer keinen vollständigen Zugang zum Absturzort. «Die Experten sind noch immer in Kiew und Charkow, sie konnten sich aus Sicherheitsgründen nicht zum Absturzort begeben», teilte die niederländische Sicherheitsbehörde OVV mit, die die Untersuchungen leitet.

Nach einem Vorschlag Australiens soll nun eine UNO-Truppe die Gegend sichern. 50 australische Polizisten wurden heute in Erwartung einer solchen Mission nach London geschickt.

Der australische Premierminister Tony Abbott holte sich nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin dessen Unterstützung für das Vorhaben ein. Aussenministerin Julie Bishop flog mit ihrem niederländischen Amtskollegen Frans Timmermans nach Kiew, um auch die ukrainische Regierung dafür zu gewinnen. (sda)

18:22

Ein internationales Team von 200 Experten hat mit der Identifizierung der Opfer des Absturzes von Flug MH17 in der Ostukraine begonnen.

«Der Prozess der Identifizierung kann lange dauern», sagte der Sprecher des Forensischen Teams der niederländischen Polizei (LTFO), Arie de Bruin, heute in Bunnik bei Utrecht. Er warnte vor falschen Erwartungen, dass man wie in der US-Krimiserie «CSI innerhalb einer halben Stunde alle Informationen sammeln kann und ein DNA-Match hat.»

In dem Team arbeiten 120 Niederländer und 80 Experten aus Deutschland, Belgien, Grossbritannien, Australien, Indonesien, Neuseeland und Malaysia zusammen. Nachdem die ersten 40 Opfer am Mittwochabend in einer Kaserne in Hilversum eingetroffen waren, hatte die Identifizierung begonnen. (SDA)

 

17:41
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Wird hier die MH17 abgeschossen?

Angeblich soll der Satellit Meteosat008 den Abschuss der Rakete auf MH17 gefilmt haben. Ein Video davon ist im Internet aufgetaucht. Ob es sich dabei tatsächlich um die Rakete handelt, die den Flieger abschoss, ist allerdings unklar.

17:34

Die EU wird in der Krise rund um die Ukraine ihre Sanktionsliste gegen Russen und prorussische Ukrainer erweitern. Zu einem Waffenembargo fiel aber keine Entscheidung. Die EU-Botschafter verständigten sich darauf, Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen zusätzlich 15 Personen zu verhängen. Die Zahl der von diesen Massnahmen Betroffenen erhöht sich dadurch auf 87. Erstmals wurden auch 18 Organisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste der EU gesetzt. Sie dürfen in der EU keine Geschäfte mehr machen. Die Namen, die nun der Liste hinzugefügt werden sollen, werden aller Voraussicht nach am Freitag im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Damit treten die Strafmassnahmen in Kraft. Die EU-Botschafter diskutierten zudem ein Paket von Massnahmen als Reaktion auf den mutmasslichen Abschuss des Flugs MH17 über der Ostukraine, die auf die russische Wirtschaft zielen sollen. Dazu erwarteten EU-Diplomaten am Donnerstag aber noch keine Einigung. Ein weiteres Treffen der EU-Botschafter ist daher am Dienstag angesetzt.

 

17:09

Der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk hat den Rücktritt seines Kabinetts bekannt gegeben. Zuvor hatten zwei Regierungsparteien ihren Rückzug aus der Koalition verkündet.  Daraus wolle er nun die Konsequenzen ziehen. Mehr dazu hier.

 

16:37

Die Angehörigen trauern noch um die Opfer von MH17, da läuft bereits die Geschäftemacherei. Internet-Domains mit MH17 sind schon reserviert, Unternehmen sichern sich Rechte an den Buchstabenkombinationen. Es gibt Pläne für Filme, Computer-Spiele und sogar für ein Musical.

10:32

Die zwei ukrainischen Kampfflugzeuge sind nach Darstellung der Regierung in Moskau nicht von russischem Territorium aus abgeschossen worden. Das Verteidigungsministerium erklärte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax, es handele sich um «Fantasien der Kiewer Behörden».

Der ukrainische Sicherheitsrat hatte am Mittwoch mitgeteilt, die beiden Kampfflugzeuge über der Ostukraine seien durch Raketen abgeschossen worden, die in Russland abgefeuert worden seien. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hatten sich zu den Abschüssen bekannt. (SDA)

 

07:20

Über 1000 Menschen haben in Melbourne der 298 Insassen des in der Ostukraine abgestürzten Malaysia-Airlines-Flugzeugs gedacht. Bei der Trauerfeier in der australischen Stadt sprachen Christen, Muslime, Buddhisten und Juden Gebete. Diplomaten aus Malaysia und den Niederlanden zündeten Kerzen an.

«Möge Gott uns helfen zu wissen, dass Güte stärker ist als Übel, dass Liebe stärker ist als Hass», sagte der anglikanische Dekan von Melbourne, Andreas Loewe. Die St-Paul's-Kathedrale war so voll, dass viele die Feier auf einer Leinwand in einem Park verfolgten.

Unter den Trauernden waren nach Medienberichten auch Schulkameraden der drei Kinder, die mit ihren Eltern, einer Malaysierin und einem Niederländer, ums Leben kamen. Die Familie lebte in Melbourne. An Bord der vergangenen Donnerstag über der Ukraine abgeschossenen Maschine waren 37 Menschen, die in Australien lebten.

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  • Irina  Walser aus Beromünster
    26.07.2014
    Wir, Europäer, unsere Politiker sind für diese Tragödie mitverantwortlich! Seit drei Monate herrscht in Ukraine Bürgerkrieg und Genozid über der Bevölkerung, aber erst jetzt, wenn so was schlimmes passierte, haben wir endlich anerkannt, das dort ein Kriegsgebiet ist, und haben erst jetzt erinnert, dass Internationales Recht und Sicherheit verbieten über den Kriegsgebiet zu fliegen! Wieso haben die ukrainische Lotsen den Flugplan um 10 km geändert und den Boeing ins Tod geschickt?
  • Peter  Weber Nikon , via Facebook 25.07.2014
    Es ist für USA und Russen gar kein Problem gestochen scharfe Aufnahmen des Absturzgebietes zu liefern, damit lässt sich gut die Katastrophe aufarbeiten und fehlende Teile finden. Die frage ist doch eher ob die Fähigen überhaupt an Aufklärung interessiert sind?
  • Peter  Weber Nikon , via Facebook 25.07.2014
    Es ist für USA und Russen gar kein Problem gestochen scharfe Aufnahmen des Absturzgebietes zu liefern, damit lässt sich gut die Katastrophe aufarbeiten und fehlende Teile finden. Die frage ist doch eher ob die Fähigen überhaupt an Aufklärung interessiert sind?
  • Mailyn  Pelagio-Kerzenmacher , via Facebook 25.07.2014
    Selbst wenn die pro-russischen Terroristen das Flugzeug nur aus Versehen abgeschossen haben, so haben sie sich trotzdem eines schweren Verbrechens schuldig gemacht. Wer einfach nach Lust und Laune mit modernen Waffen blind in die Luft ballert in der Hoffnung ein feindliches Ziel zu treffen und dabei unschuldige Flugpassagiere abschiesst, dem hilft auch die Ausrede "Sorry, euch haben wir nicht gemeint, Shit happens" nichts.
    Hier wurde die Grenze zum Terrorismus überschritten.
  • Peter  Hänsenberger 24.07.2014
    Respektlose Leute darf man mit einem guten Gewissen, als Armselige bezeichnen wo nicht mal 1 Prozent Anstand haben in sich. Es gibt noch zu viele Leute unter uns, wo kein Respekt haben wenn Angehörige mit dem Verlust von den Liebsten klar kommen müssen. Respektlose Leute wissen nicht, wie viel Kraft Angehörige brauchen. Es gibt Leute unter uns, die würden nie zugeben, dass sie Angst vor Verlust der Liebsten haben.