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Der Vorsitzende der irischen Bischofskonferenz, Kardinal Sean Brady, lehnte gestern Abend einen Rücktritt im Zusammenhang mit der Vertuschung von Kindesmissbrauch ab.
Nach irischen Medienberichten war Brady 1975 als einfacher Priester anwesend, als zwei vom Geistlichen Brendan Smyth missbrauchte Jugendliche dazu gebracht wurden, ein Schweigegelübde abzulegen.
«Nur Anweisungen gefolgt»
Kardinal Brady erklärte am Sonntagabend, er sei damals Anweisungen der Kirche gefolgt und es habe damals keine Richtlinien für solche Untersuchungen gegeben.
Brady betonte, er sei bei der Untersuchung in wirksamer Weise vorgegangen und an keiner Vertuschung der Vorfälle beteiligt gewesen. Er hatte 1975 die Vorfälle als Sekretär des Bischofs Kilmore untersucht.
Colm OGorman von einem Opferverband hatte Kardinal Brady zum Rücktritt aufgefordert, weil dieser als Vertreter der Kirche bei dem Treffen gewesen sei.
Brady informierte die Polizei nicht
Brady habe die Polizei nicht über den Missbrauch informiert. Brady selbst habe vor drei Monaten erklärt, dass er zurücktreten werde, wenn er merke, dass sein Fehler zum Missbrauch von Kindern begünstigt hätte, erinnerte die Zeitung «Irish Times».
Smyth wurde wegen des Missbrauchs von 20 Kindern in einem Zeitraum von 40 Jahren verurteilt. Er starb 1997 im Gefängnis. (SDA/nce)
Kardinal Sean Brady: Anweisungen der Kriche befolgt.- Reuters