Kannibalismus in Venezuela Häftlinge essen ihre Mitinsassen

SAN CRISTOBAL - Zwei Häftlinge werden in einem Gefängnis in Venezuela vermisst. Familienangehörige sind davon überzeugt, dass ein Serientäter die Körper zerlegt und andere gezwungen hat, davon zu essen.

Hat ein verurteilter Serientäter Mithäftlinge verspeist?

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In einem Gefängnis der Stadt San Cristobal soll es mehrere Fälle von Kannibalismus gegeben haben. Laut Reuters soll ein verurteilter Serientäter die Körper im Auftrag einer Gang zerlegt haben. Familien zweier Häftlinge hatten ihre Angehörige als vermisst gemeldet, nachdem diese nach einem Aufstand in der völlig überfüllten Anstalt verschwunden waren.

«Auch Mithäftlinge wurden dazu gezwungen, Körperteile zu essen», ist sich die Mutter eines der mutmasslichen Opfers sicher. «Wie ist so eine Brutalität möglich? Mein Sohn hatte ein Zeugnis guter Führung.» Nach Befragungen der Gefängnisinsassen bezeichnete ein Ermittler die Befürchtungen der Familien als glaubhaft.

In einem Topf mit Reis

«Die Gang kochte das Fleisch und gab es den anderen Insassen in einem Topf mit Reis. Sie haben es gegessen, ohne gewusst zu haben, dass das Fleisch von zwei ihrer Mithäftlinge war», so einer der Ermittler gegenüber Reuters.

Die Regierung hat bisher zwei Tote bestätigt, nähere Details jedoch noch nicht bekanntgegeben. Sechs Polizisten wurden verhaftet, sie sollen Häftlingen bei der Tat geholfen haben. Eine offizielle Untersuchung wurde in die Wege geleitet. (gru)

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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Schockierende Aufnahmen Häftlinge stehen in Venezuela vor dem Hungertod

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11 Kommentare
  • Roger  Hausherr 19.10.2016
    Sind wir doch froh, leben wir in der sicheren Schweiz. Wir sollten dankbar sein dafür, das Glück in der CH geboren und wohnen. Wenn ich solche Bilder sehe, bin ich mit unseren Gefängnissen sehr zufrieden. Auch Haft sollte human sein, nicht wie Tiere in einem Käfig.
  • Daniel  Schüpbach aus Walkringen
    19.10.2016
    Wo bitte ist hier Amnesty International, welche Organisation bei uns immer so genau hinschaut?
    Oder ist es in einem Land wie Venezuela etwa schwieriger Einfluss zu nehmen?
    Unverständlich für mich!
    In unseren Gefängnissen herrscht fast Hotelbetrieb und jeder hat Recht auf Therapie und Internetzugriff etc. ansonsten schreitet diese Organisation ein wieso dort nicht wo es wirklich nötig wäre. ???
    • Sarah  Keller 19.10.2016
      Schwieriger, Einfluss zu nehmen? Dort haben die gar nichts zu melden! Die würden sich nie dahin trauen. Das einzige, was die anprangern, sind Länder, die sich aus politischer Überkorrektheit alles gefallen und sich wie Schulbuben massregeln lassen: Wir, Deutschland und Oesterreich.

      AI ist nichts anderes als die UNIA der Menschenrechte: Nur dort eingreifen, wo ganz sicher Erfolg winkt, und dieses Eingreifen möglichst medienwirksam in Szene setzen. Menschrechte sind für die völlig sekundär.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      19.10.2016
      Leider kann AI nicht viel machen ausser anprangern! Wenn ein Land sich verweigert, kann man nichts ausrichten!!! In Asien gibt es auch sehr viele solcher Gefängnisse, da AI keine rechtliche Handhabe hat sondern leider eben nur darauf hinweisen kann, wird nicht mehr passieren als das was die Regierung des Landes machen will!!!
    • rolf  sulzer 19.10.2016
      ich dachte immer dass die Gefängnisinsassen eine Strafe absitzen müssen - also eine Zeit, an die sie sich nicht gerne erinnern und künftig ein anständigeres Leben führen. Schwierig ist es, zu definieren, wie hart eine Strafe für welches Delikt abgesessen werden muss, das ist eben von Staat zu Staat unterschiedlich und wird in Zukunft auch so bleiben, mt oder ohne AI. Ob die "Hotellerie" in der Schweiz die bessere Lösung ist mag man bezweifeln.
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    19.10.2016
    Wo bleibt eigentlich der Aufschrei unserer Linken über die elenden Zustände in Venezuela?
    Wo die Genossen an der Macht sind gilt die Omerta, aber wehe bei uns findet ein friedliches "Rocktoberfest" in einem Nest statt...
  • Reto  Hauser 19.10.2016
    Soviel zu den sozialistischen Experimenten von Herrn Chavez und seinem Lakaien Maduro, die von der SP-Internationale und vielen Latinos als Helden verehrt werden. Ach ja, auch an dieser Hungersnot sind wieder die Amis schuld, klar?
  • Aaron  Christen 19.10.2016
    Das Land zeigt eindrücklich und einmal mehr dass Sozialismus nicht funktioniert, aber auch bei uns gibt es immer noch viele Politiker und Wähler, welche diesen einführen wollen....