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Hat Mama Sirny etwas mit der Entführung ihre Tochter Natascha Kampusch zu tun? Hat sie die kleine Natascha sogar sexuell missbraucht? Mit schwerwiegenden Vorwürfen des ehemaligen Richters Martin Wabl muss sich ein Gericht in Graz auseinandersetzen. Brigitta Sirny hat gegen ihn geklagt.
Heute, fast zwei Jahre nachdem sie aus dem Verlies befreit wurde, hat Natascha Kampusch deshalb vor einem Gericht in ihrem eigenen Entführungsfall ausgesagt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit – bisher wurde nicht bekannt, was sie gesagt hat.
Auch Nataschas Vater, Ludwig Koch, musste aussagen: Er wollte vor dem Richter nicht ausschliessen, dass Sirny an dem Verbrechen beteiligt gewesen sei. «Das kann ich nicht sagen. Weder zu hundert Prozent ja, noch zu hundert Prozent nein.» Sirny hat dies allerdings ebenso energisch bestritten wie Natascha Kampusch selbst.
Hinweise von Nachbarn, wonach Kampuschs Mutter eine Verbindung zu Priklopil hatte, wurden bisher ebenso wenig bewiesen wie die Anschuldigung des sexuellen Missbrauchs.
Der jetzt beklagte Ex-Richter Wabl begründete seine Verdächtigung mit Aussagen einer Schwester von Kampusch, wonach die Zehnjährige kurz vor der Entführung stark zugenommen und begonnen habe, ins Bett zu machen.
Nach einem Gutachten des Kinderpsychologen Max Friedrich, der keine Anzeichen sexuellen Missbrauchs vor der Entführung hatte finden können, hatte die Polizei den Verdacht fallen lassen. (SDA/bih)
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Ihre ganze Familie ist in den Prozess verwickelt: Natascha Kampusch musste heute vor den Richter. (Reuters)