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Furzt Du uns aus der Öko-Misere?

SYDNEY – Kängurus haben besonders öko-verträgliche Darmdünste. Diese wollen Wissenschaftler nun genauer unter die Lupe nehmen - und so die globalen Methan-Emissionen senken.

Aktualisiert um 12:51 | 06.12.2007
Känguru-Fürze als Rettung gegen globale Erwärmung? (Blick)
Känguru-Fürze als Rettung gegen globale Erwärmung? (Blick)
Geht es um die Ursachen von globaler Erwärmung, schiessen unweigerlich Bilder von rauchenden Industrie-Schornsteinen in den Kopf. Doch tatsächlich wird ein Grossteil von den analen Dünsten der Erdbewohner verursacht. Ausgerechnet Kängurus wissen vielleicht, wie dem ein Ende gesetzt werden könnte.

Kängurus haben nämlich bestimmte Bakterien im Darm, die dafür sorgen, dass in den Fürzen der Beuteltiere kein Methan enthalten ist. Diese Bakterien wollen australische Wissenschaftler laut «ABC News» nun für Rinder und Schafe nutzbar machen. Die geben nämlich hohe Mengen des schädlichen Gases von sich.

Tatsächlich werden jährlich um die 14 Prozent der Methan-Emissionen in Australien durch die Magendünste von Rindern und Schafen verursacht, so der australische Wissenschaftler Athol Lieve. Bei einem Agrarland wie Neuseeland könne man sogar von einem 50-Prozent-Anteil ausgehen.

Eine andere Möglichkeit wäre, einfach direkt mehr Kängurufleisch zu essen. Es ist fettarm und proteinreich – vom gesundheitlichen Standpunkt aus also sehr empfehlenswert. Aber wollen die Australier tatsächlich ihr herziges Nationalsymbol auffuttern? (khx)
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