Kämpfe in Nordsyrien Türkei beklagt ersten toten Soldaten

ANKARA/DAMASKUS - Mitte dieser Woche hat die Türkei eine Bodenoffensive in Syrien gestartet. Sie richtet sich nicht nur gegen den IS, sondern auch gegen kurdische Rebellen. Nun forderte der Kampf im Nachbarland auf türkischer Seite das erste Opfer.

Kämpfe in Nordsyrien fordern erste Tote der türkischen Armee play
Türkische Truppen auf dem Weg an die syrische Grenze. Mit dem Einsatz im Norden Syriens wollen sie nicht nur den IS, sondern auch ein Ausbreiten der syrischen Kurden stoppen. AP

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Bei einem Raketenangriff auf zwei türkische Panzer im Norden Syriens ist ein türkischer Soldat getötet worden, drei weitere wurden verletzt. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Dogan und des Senders NTV wurden die Panzer heute in der Nähe des Grenzorts Dscharablus getroffen.

Erst am Mittwoch hatten pro-türkische Rebellen mit Hilfe der türkischen Armee Dscharablus aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erobert. Der Soldat ist demnach das erste Todesopfer auf Seiten der Türken seit Beginn deren Bodenoffensive im Nachbarland.

Laut der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wurden die Raketen von Kämpfern der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) abgefeuert. Die türkische Armee soll als Antwort Stellungen der PYD in Syrien unter Beschuss genommen haben.

Der Angriff auf Dscharablus Mitte dieser Woche stellte den Beginn der bisher grössten Offensive der Türkei gegen den IS dar. Diese richtet sich aber gleichzeitig auch gegen Stellungen der syrisch-kurdischen PYD und ihrer Miliz, den Volksverteidigungseinheiten (YPG), die Ankara ebenfalls als Terrororganisationen betrachtet. Aus Sicht der USA indes handelt es sich bei den syrischen Kurden um gemässigte Rebellen, die im Kampf gegen die Terrormiliz IS durch die von der USA angeführten Koalition unterstützt werden. (SDA/lha)

  Wer hat bei diesem Handschlag die dreckigeren Finger?

Publiziert am 27.08.2016 | Aktualisiert am 02.09.2016
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11 Kommentare
  • Eugen  Inauen 28.08.2016
    Im Grunde genommen geht es um Regime Wechsel in
    Moskau. Wenn Russland verliert gewinnt das Empire
    diesen Planeten. Wenn Russland siegt ist das das
    Ende des Empire, deshalb ist dies nicht irgend
    ein kalter Krieg, sondern ein ausgewachsener
    totaler Krieg zwischen Russland und dem
    anglozionistischem Amerika. Russland
    wird von Tag zu Tag staerker und
    das macht den USA ein Strich
    durch die Rechnung.
    • Andreas  Eberli 28.08.2016
      Warten wirs mal ab. Wenn Trump an die Macht kommt, sieht das schon wieder anders aus. Dann kann es durchaus sein, dass dieser Trump mit Putin gemeinsam gegen Isamisten vorgehen will. Vorausgesetzt gewisse starke Mächte in den USA, welche die islamischen Terroristen unterstützen, lassen überhaupt zu das Trump was bewirken kann...
    • Jean-Piere  Neidhart aus Sattahip/Chonburi
      28.08.2016
      Im Grunde genommen ist es so, dass alle involvierten Politiker nicht dem Wohle ihrer Bevoelkerung sondern ganz anderen Interessen dienen. Krieg ist immer das Resultat gescheiterter Politik und nicht das was das Volk wirklich will. Was Russland betrifft kann ich nur sagen, dass die Russen ohne Amerikaner ueberhaupt nichts waeren und der ganze Konflikt dieser 2 Parteien eh nur ein grosses Taeuschungsmanoever ist.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    28.08.2016
    Vielleicht haben es gar noch nicht alle verstanden: Erdowahn hat seine Panzer nicht gegen den IS losgeschickt, sondern gegen die Kurden. Denn das absolut Schlimmste, was dem Osmanenstaat passieren kann, ist ein Kurdenstaat auf dem Gebiet von Türkei/Syrien/Iran/Irak.
    • Hanns  Hermann aus Heerbrugg
      28.08.2016
      in diesem Sinne ist der obenstehende Bericht eigenartig: die Kurden haben Raketen beschossen. Die türkische Armee antworteten steht da. Damit wird den Kurden unterstellt, sie hätten begonnen. Dabei dürften wohl eher die Kurden auf den Angriff der Erdoganer geantwortet haben....
  • Matthias  Lanzendörfer aus Maur
    28.08.2016
    @T.Müller: Assad ist sicher kein netter Mensch, sondern ein Tyran erster Güte. Allerdings was wäre denn die Alternative? Ein sunnitischer Gottestaat wie es Erdogan und den Saudies vorschwebt, in dem alle Andersgläubigen umgebracht werden? Jeder der Kriegsparteien (inkl. der USA) sind Kriegsverbrecher. Und warum sollte Syrien vom IS abhägig sein? Will Erdogan Syrien heim ins Reich holen? Wir werden sehen.
  • Rolf  Hess 28.08.2016
    Das ist aber traurig. Ein Soldat verloren. Die Bombardierungen und Bodenangriffe gegen die Kurden und deren Zivilbevölkerung ist wohl egal. Das erst noch auf fremden Boden. Dass sich die PKK nun auch wehrt und sich in der Türkei bemerkbar macht, liegt daran, dass unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den IS eigentlich die Kurden gedacht waren. Auch der IS macht sich nämlich direkt im Land bemerkbar. Da war doch mal Waffenstillstand! Wer hat denn diesen gebrochen?
  • willi  Frischknecht 28.08.2016
    Die Türkei mit Erdogan ist brandgefährlich. Natürlich gehen diese Angriffe nicht gegen den IS sondern gegen die Kurden. Erdogan unterstützt den IS schon seit Jahren sei es mit Waffen und Logistic. Schließlich ist der Feind meines Feindes mein Freund wie man so schön sagt.