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Meteorologe Jörg Kachelmann sitzt seit dem 20. März in U-Haft. Schlimmer Verdacht: Der Schweizer soll eine seiner Ex-Freundinnen mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Kachelmann beteuert seine Unschuld.
Der Anwalt des Opfers sieht das anders: Petra* (37) habe bei der «schwerwiegenden Sexualstraftat» seelische Verletzungen davongetragen. «Sie ist – wie alle Menschen, die so etwas erleben müssen – traumatisiert», so Thomas Franz. Das bedürfe genauso einer fachtherapeutischen Unterstützung wie körperliche Verletzungen.
Offenbar schätzt die Staatsanwaltschaft die Angaben von Kachelmann-Ex Petra als glaubwürdig ein. Denn gestern erhob sie gegen den Wettermann. Wegen Verdachts auf «besonders schwere Vergewaltigung».
Damit drohen dem TV-Moderatoren bis zu 15 Jahre Knast. Rein die Tatsache, dass Anklage gegen ihn erhoben wurde, unterstreicht laut Experten den dringenden Tatverdacht gegen den Schweizer.
Andreas Müller, Berliner Fachanwalt für Strafrecht zur deutschen Tageszeitung «Die Welt»: «Eine Anklage darf nur dann ergehen, wenn die Beweislage sehr stark ist.»
«Die Staatsanwaltschaft geht bei einer Anklage mit 80 bis 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit von einer Verurteilung aus», sagt Müller weiter. Bevor Kachelmann tatsächlich vor dem Richter antreten muss, hat das zuständige Landgericht Mannheim nun darüber zu entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. (noo)
*Name von der Redaktion geändert