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Die Mannheimer Staatsanwaltschaft bestreitet, voreilig Anklage gegen TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen Verdachts der Vergewaltigung erhoben zu haben. «Die Anklage steht und fällt mit der Aussage der Ex-Freundin Kachelmanns», sagte ein Sprecher – und diese sei glaubhaft gewesen.
Laut Medienberichten wirft ein Gutachten, das erst nach Anklageerhebung bei der Staatsanwaltschaft einging, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 37-Jährigen auf.
Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock hatte daraufhin einen neuen Antrag auf Haftentlassung gestellt, über den das Landgericht Mannheim voraussichtlich kommende Woche entscheidet.
schoss Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker scharf gegen die Behörden. Er kritisierte den zuständigen Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge, dass dieser bereits am 19. Mai Anklage erhoben habe. Jedoch habe zu diesem Zeitpunkt ein wichtiges Gutachten zur Glaubwürdigkeit des angeblichen Opfers Petra S. gefehlt.
Im «Kölner Express» spricht Ralf Höcker jetzt von «blindem Jagdeifer, schlampiger Ermittlungsarbeit und unseriösen Verfahrenstricksereien».
Mannheims Oberstaatsanwalt Oskar Gattner meint jedoch laut «Bild.de»: «Es gibt keinen Anlass für eine Neubewertung des Falles. Wir berufen uns auf die Ermittlungen und auf das nur teilweise veröffentlichte Gutachten. Daher besteht weiterhin dringender Tatverdacht gegen Herrn Kachelmann.»
Weiter heisst es in der Mitteilung des Landgerichts Mannheim: «Es stehen noch weitere Stellungnahmen, unter anderem der Staatsanwaltschaft, aus, weshalb die Strafkammer voraussichtlich erst in der über den Antrag entscheiden wird.
Kachelmann wird verdächtigt, seine damalige Freundin Petra S. vergewaltigt und mit einem Messer bedroht zu haben. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Kachelmann, der die Tat bestreitet, sitzt seit dem 20. März in Untersuchungshaft. (SDA/spj)
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Petra S. (37) wirft Kachelmann Vergewaltigung vor. (ZVG)