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«Peitschen-Peer» Steinbrück – mit seinem Indianervergleich und weiteren kantigen Aussagen gegen die «Steueroase» Schweiz sorgte er hierzulande für rote Köpfe.
Jetzt holt der Mann die Verbalpeitsche erneut hervor: Im deutschen Wahlkampf schont er niemanden, nicht mal sich selbst. Die «Bild Zeitung» bezeichnet den SPD-Haudegen bereits als «roten Rambo».
In einem Interview mit «Bild am Sonntag» zieht Steinbrück etwa über den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) her: «Seehofer lässt sich mit einem Quelle-Katalog in Retterpose fotografieren...Dafür hätte der auch seine Grossmutter verkauft.»
Gegen den Seehofer schiesst Steinbrück offenbar am allerliebsten: In einem Interview mit dem «Spiegel»
sagte Steinbrück über den Bayern: «Horst Seehofer ist eine völlig lose Kanone an Deck. Der ändert seine Meinung viermal pro Tag.»
Wenig schmeichelhafte Worte findet der Finanzkavallerist aus Berlin auch für den bekennenden Homosexuellen Guido Westerwelle: Der FDP-Mann spreche «immer eine Oktave zu hoch und mit dieser geschauspielerten Empörung». Und Westerwelle «ist zu schrill, zu überzeichnet. Das weckt Zweifel an seiner Solidität.»
Immerhin: Steinbrück steht zu seinen Aussagen. Und so erklärte er kürzlich: «Die Leute dürfen von mir ruhig sagen ‹Was für ein Scheisstyp!›, aber wenigstens steht er zu dem, was er für richtig hält.»
Im Interview mit «Bild am Sonntag» vergleicht sich Steinbrück sogar mit einem Hund und witzelt, dass er sich wie ein Hund benehme. Ob diese Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Verbesserung auch des Schweizerisch-Deutschen Verhältnisses ist? (gux)