Italien auf Kuschelkurs mit Libyen Jetzt küsst Berlusconi Gaddafi sogar schon die Hand

TRIPOLIS – Zuerst schlägt sich Italien in der Libyen-Affäre unverhohlen auf die Seite von Muammar Gaddafi. Jetzt geht Premier Berlusconi beim Wüsten-Diktator auch körperlich auf Tuchfühlung.

  • Publiziert: 01.04.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Georg Nopper

Als sich der italienische Premierminister Silvio Belusconi am letzten Wochenende nach Libyen an den Gipfel der Arabischen Liga begab, machte man sich in der Schweiz Hoffnungen. Holt er die Schweizer Gaddafi-Geisel Max Göldi heim?

Obwohl die Schweiz den Visa-Bann im Schengenraum gegen 188 Mitglieder der libyschen Elite – nicht zuletzt auf Druck aus Italien – aufgehoben hatte, kehrte Berlusconi ohne Geschenk für die Eidgenossen in sein Land zurück.

Wie ein Video beweist, war der «Cavaliere» in der libyschen Küstenstadt Sirte jedoch keineswegs untätig geblieben. Im Gegenteil: Berlusconi legte sich richtig ins Zeug, um gegenüber dem libyschen Herrscher Muammar Gaddafi eine gute Figur zu machen.

Vor den versammelten Teilnehmern des Gipfels griff Berlusconi nach der Hand des Wüsten-Diktators – und küsste sie!

Wie die Online-Ausgabe der italienischen Zeitung «Leggo» berichtet, war das nicht die einzige Aktion Berlusconis am Araber-Gipfel, die zu reden gab: Der Premier schlief ausserdem während den langen Reden auf seinem bequemen Sessel ein.

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