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Heute Morgen in Lhasa: Polizisten besprechen das weitere Vorgehen. (AP)
Im Zentrum der tibetischen Hauptstadt Lhasa kam es zu schweren Ausschreitungen. Augenzeugen berichteten, Demonstranten hätten vor dem Jokhang-Tempel Polizei- und Feuerwehrwagen angegriffen, umgestürzt und in Brand gesteckt.
Feuerwehrleute und Polizisten seien verprügelt worden. Die Demonstranten hätten die chinesische Flagge auf dem Platz vor dem Tempel eingeholt und mit Füssen auf ihr herumgetrampelt.
Die Feuerwehr von Lhasa und Menschenrechtsgruppen berichteten von mehreren Feuern in der Barkhor-Strasse in unmittelbarer Nähe des wichtigsten Tempels der Stadt, des Jokhang-Tempels. «Es gibt mehrere Brandherde in der Barkhor-Strasse, wird sind vor Ort», sagte ein Feuerwehrmann.
Unruhen wüten seit Tagen
Die Lage in Tibet, in manchen Regionen Chinas und in Indien, wo viele Exil-Tibeter leben, war in den vergangenen Tagen bereits sehr angespannt gewesen. Heute protestieren in Xiahe im Nordwesten Chinas rund 200 Menschen, angeführt von buddhistischen Mönchen, gegen die chinesische Herrschaft in Tibet.
Seit Anfang der Woche mehren sich die Proteste gegen die Herrschaft Chinas in Tibet. Anlass ist der 49. Jahrestag eines Aufstandes der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer in Tibets Hauptstadt Lhasa. Damals war der Dalai Lama ins indische Exil geflohen.
Die Tibeter hoffen auch, dass die Olympischen Spiele in Peking im August die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf das Schicksal der Menschen auf dem Dach der Welt lenken. Tibet wird seit dem Einmarsch der chinesischen Armee 1950 von Peking regiert. (SDA)
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Der Jokhang-Tempel wird zum Fels in der Brandung. (Keystone)