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Die am 6. April von einem schrecklichen Erdbeben heimgesuchte Stadt LAquila ist mitten im Wiederaufbau. Damals kamen 294 Menschen ums Leben. Nun muss sich die Stadt für den nächsten Ansturm rüsten. Vom 8. bis 10. Juli findet hier der G-8-Gipfel statt. Aus Angst vor Demonstranten will Italien das Schengen Abkommen zeitweise aufheben. Damit würden die Grenzen zu den Nachbarländern vorübergehend kontrolliert.
LAquila, ein zweites Genua?
Das italienische Innenministerium will eng mit der Polizei der Nachbarländer zusammenarbeiten, um Krawalle, wie sie 2001 in Genua beim G-8-Gipfel stattfanden, zu vermeiden. Demonstrationen sollen nicht unterbunden werden. «Wir wollen die Einreise von Gewalttätigen verhindern, die nach Italien fahren wollen, um Polizisten zu schlagen», sagte Innenminister Roberto Maroni.
Solidarität und Horden von Demonstranten
Ursprünglich hätte das Gipfeltreffen auf la Maddalena vor Sardinien stattfinden sollen. Aus Solidarität zu der stark zerrütteten Stadt LAquila kündigte Ministerpräsident Silvio Berlusconi dann aber eine Verlegung des Gipfels an. Die Regierungschefs der G-8-Länder werden in einer Polizeiakademie in LAquila tagen. Italien hat in diesem Jahr die Präsidentschaft der acht führenden Industrienationen inne.
LAquilas Bürgermeister Massimo Cialente sagte, es werde «sehr kompliziert» den Gipfel auszurichten, aber die Stadt sei zu allem bereit. (SDA/s5j)