Bürgermeister von Amatrice bittet Bewohner sollen am Ort der Tragödie bleiben

ASCOLI PICENO (I) - Im italienischen Amatrice steht kaum mehr ein Stein auf dem anderen. Der Bürgermeister der Stadt fordert gar, dass der Stadtkern komplett abgerissen und neu aufgebaut wird. 

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In Amatrice, dem Epizentrum des schweren Erdbebens in Mittelitalien, haben Feuerwehrmannschaften heute  begonnen, die zerstörten Gebäude abzureissen. Jedes zweite Haus sei schwer beschädigt worden, berichteten die Behörden.

Befürchtet wird auch, dass der Rathausturm von Amatrice sowie die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche des Heiligen Augustinus einstürzen könnten.

Der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, forderte, dass der Stadtkern komplett abgerissen und neu aufgebaut werde, wie es bereits bei den vom Erdbeben 1976 in Friaul beschädigten Gemeinden der Fall gewesen war. Pirozzi äusserte die Hoffnung, dass die Bevölkerung die zerstörte Ortschaft nicht verlassen werde.

Inzwischen 291 Personen tot

Beim Erdbeben in der Nacht auf Mittwoch kamen laut den bisherigen Zahlen 291 Personen ums Leben. 238 Menschen konnten lebend aus den Trümmern geborgen werden. Allein in Amatrice wurden 224 Todesopfer gemeldet, 14 müssen noch identifiziert werden. Zehn Personen werden vermisst.

Über 6000 Mitglieder von Rettungsmannschaften sind im Erdbebengebiet im Einsatz. 2500 Obdachlose werden betreut. Seit dem schweren Erdbeben in der Nacht auf Mittwoch wurden über 1800 Nachbeben gemeldet.

Der Bischof der mittelitalienischen Stadt Ascoli Piceno, Giovanni D'Ercole, feiert die Sonntagsmesse im Zeltlager der Erdbeben-Gemeinde Pescara del Tronto. Er rief die Obdachlosen auf, den Mut in einen Neubeginn nicht zu verlieren. Der Bischof hatte am Samstag das Begräbnis für 35 Todesopfer in der Region Marken zelebriert.

Papst will Erdbebenregion besuchen

Auch Papst Franziskus will die Erdbebenregion besuchen. «Liebe Brüder und Schwestern, ich hoffe, Euch sobald wie möglich zu besuchen, um Euch persönlich den Trost des Glaubens und die Unterstützung der christlichen Hoffnung zu bringen», sagte das Oberhaupt der Katholiken am Sonntag nach dem traditionellen Angelus-Gebiet in Rom.

Das Erdbeben in Mittelitalien hat eine Welle der Solidarität ausgelöst. Mehr als sechs Millionen Euro wurden in Italien bereits als Spenden per SMS gesammelt. Die Einnahmen, die auf den Verkauf von Eintrittskarten italienischer Museen am Sonntag zurückzuführen sind, werden für den Wiederaufbau im Erdbebenraum gespendet.

Auch Queen Elizabeth habe für die Erdbebenopfer gespendet. Beim Erdbeben in Amatrice kamen drei Briten ums Leben. Auch Stars mit italienischen Wurzeln wie Madonna und Bruce Springsteen riefen zu Spenden auf. (bau/SDA)

Publiziert am 28.08.2016 | Aktualisiert am 29.08.2016
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1 Kommentare
  • Arthur  Stöckli , via Facebook 28.08.2016
    Was nützen schon Spenden, das Geld versickert irgendwo vorher bei den Korrupten und Mafiosi, siehe LAquila fast nichts gemacht seit 7 Jahren oder die Brücke von Messina, längst bezahlt aber nie gebaut.
    Das ist Aufgabe des Staates, Spenden sind zwecklos und verfliessen...