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Schmuggel: Japaner flogen bei Milliarden-Coup in Chiasso auf

ROM – Dem italienischen Zoll sind an der Schweizer Grenze zwei Japaner mit US-Staatsanleihepapieren im Nennwert von über 134 Mrd. Dollar im Koffer ins Netz gegangen.

Aktualisiert um 19:37 | 12.06.2009
Die beiden Japaner werden ihren Traum von einem Berg von Geld nun wohl aufgeben müssen. (Symbolbild/Reuters)
Die beiden Japaner werden ihren Traum von einem Berg von Geld nun wohl aufgeben müssen. (Symbolbild/Reuters)
ROM – Dem italienischen Zoll sind an der Schweizer Grenze zwei Japaner mit US-Staatsanleihepapieren im Nennwert von über 134 Mrd. Dollar im Koffer ins Netz gegangen.

Wie die italienische Finanzpolizei am Freitag mitteilte, waren die beiden rund 50 Jahre alten Männer mit dem Zug von Italien in die Schweiz unterwegs. Als sie im Grenzort Chiasso von italienischen Zollbeamten kontrolliert wurden, gaben die Männer an, nichts zu verzollen zu haben.

Die Beamten kontrollierten trotzdem ihr Gepäck – und stiessen unter einem doppelten Boden ihres Koffers auf 249 Anleihescheine der US-Notenbank Fed im Nennwert von je 500 Mio. Dollar sowie zehn sogenannte Kennedy-Anleihen zu je einer Milliarde Dollar.

Mögliche Busse in Höhe von 38 Mrd. Dollar

Die beiden Schmuggler wurden festgenommen. Die Finanzpolizei prüft nach eigenen Angaben, ob es sich um echte Anleihen oder um Fälschungen handelt. Sollten die Papiere echt sein, müssen die Männer den Angaben zufolge mit einer Geldbusse von 38 Mrd. Dollar rechnen.

Grundsätzlich ist es nicht strafbar, Geld über die Grenze zu schaffen. Bargeld und andere Bankdokumente wie Schecks, Aktien oder Anleihen, die über eine EU-Aussengrenze ein- oder ausgeführt werden, müssen ab einem Betrag von 10´000 Euro aber beim Zoll angemeldet werden. (sda/b35)

Was ist eine Staatsanleihe?

Eine Staatsanleihe ist eine Schuldverschreibung, die von einer Gebietskörperschaft (Bund,Kanton, Gemeinde) ausgegeben wird.

Für den Ausgebenden ist das eine Möglichkeit, kurzfristig an Geld zur Finanzierung von bestimmten Maßnahmen (z.B. für die Infrastruktur) zu kommen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist wird der Betrag mit einem Aufschlag (Zins) zurückgezahlt.

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