Jacht-Joggel crasht Korallenriff Microsoft-Gründer zerstört Naturwunder

Multimilliardär Paul Allen (63) hat mit seiner Jacht «MV Tatoosh» ein 1300 Quadratmeter grosses geschütztes Korallenriff beinahe komplett zerstört. Das Malheur passiert beim Ankern.

«MV Tatoosh»: Paul Allens 100-Meter-Mega-Jacht samt Helikopter (damit er nach Walhaien Ausschau halten kann). play

«MV Tatoosh»: Paul Allens 100-Meter-Mega-Jacht samt Helikopter (damit er nach Walhaien Ausschau halten kann).

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File photo of Microsoft co-founder Allen during lunch at Allen and Co. conference at Sun Valley Resort play
"Meeresschützer" Paul Allen. REUTERS

Multimilliardär Paul Allen (63) liegt der Schutz der Umwelt eigentlich am Herzen. Der Microsoft-Gründer setzt sich für afrikanische Elefanten und gegen den illegalen Fischfang ein. Er unterstützt eine Organisation, die Jachtbesitzer für einen sorgsamen Umgang mit den Meeren und deren Bewohnern sensibilisiert und finanziert ein Forschungsprojekt, das widerstandsfähige Korallenriffe entwickelt.

Ausgerechnet Allens Jacht hat nun ein geschütztes Korallenriff in der Nähe der Cayman Inslands beinahe vollständig zerstört. Laut dem Us-Sender NBC wurden 80 Prozent des 1300 Quadratmeter grossen Naturwunders von der Ankerkette seiner «MV Tatoosh» aufgerissen.

600'000 US-Dollar Strafe

Ein Taucher habe die Crew auf den fatalen Zwischenfall aufmerksam gemacht, teilt Allens Investmentfirma Vulcan mit. Die Jacht habe umgehend abgedreht, um das Riff nicht noch weiter zu beschädigen.  Vulcan und die Crew unterstütze die Ermittler vor Ort bei der Aufklärung des Vorfalls.

Die Beschädigung des Riffs könnte Allen bis zu 600'000 US-Dollar Strafe kosten. Der ökologische Verlust wird Naturfreund Allen, dessen Vermögen auf 18,4 Millarden Dollar geschätzt wird, vermutlich tatsächlich mehr schmerzen. (ant)

Publiziert am 29.01.2016 | Aktualisiert am 25.02.2016
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15 Kommentare
  • Matthias  Mühler aus Biel
    29.01.2016
    Hätte ich soviel Geld wie Allen würde ich mich wie er auch für den Umweltschutz einsetzen. Bei dieser Tätigkeit wird irgendwann was schiefgehen, das ist in der Kombination von Meer, Wind, Mensch und Schiff ein bisschen natürlich. All jene die das nicht checken, verstehen diese Komplexität nicht. Wer nichts tut macht auch keine Fehler.
    Allen tut aber Gutes. So what?
  • Philipp  Amstutz 29.01.2016
    @Melissa: Gut geschrieben! Dieser perverse Reichtum ist einfach ein Verbrechen! Wenn der Mensch sich wirklich weiterentwickeln will, dürfte kein solches Vermögen angehäuft werden können! Genau das zerstört so vieles und verursacht Elend, Armut und Flüchtlingsströme. Einfach beschämend...
    • Matthias  Mühler aus Biel
      29.01.2016
      Ne Philipp. Allen hat so die Möglichkeit etwas Gutes zu tun. Das macht er doch. Jetzt ist halt etwas passiert was ihm sicher leid tut. Wenn du soviel Geld hättest, würdest du auch probieren anderen zu helfen? Bill Gates spendet extrem viel Geld für andere. Allen auch. Würdest du auch?
  • Georg  Ritter 29.01.2016
    Wer der Sache auf den Grund geht, erfährt, dass die Hafenbehörde dem Schiff einen ungeeigneten Ankerplatz zugewiesen hat (man darf an diesem Ort nicht einfach so irgendwo ankern). Also ist nicht der Kapitän schuld - und der Eigner schon gar nicht, denn der war gar nicht an Bord.
    • franzl  schlecknbaur 29.01.2016
      Ist sein Schiff, also auch er der den Schaden zu tragen hat! Die Crew hätte sicher intevenieren können! Das Schiff wird mit allem erdenklichen HighTech ausgerüstet sein...
  • Hans  Scheidegger 29.01.2016
    Dieses Missgeschick, das von der Crew aufrichtig bedauert wird, sollte eigentlich nicht passieren. Es ist nun mal aber geschehen, und es betrifft eine Fläche von ca. 36 Meter auf 36 Meter. Was uns aber über Jahre beim Tauchen und Schnorcheln in zahlreichen Ländern immer wieder extrem störte, ist die Rücksichtslosigkeit vieler Touristen, welche schönste Riffe mit ihren Flossen bedenkenlos beschädigen. Sie marschieren sorglos über das Riffdach oder stehen einfach auf den wunderbaren Korallen ab.
  • Melissa  Baumann 29.01.2016
    Wenn ich lese was für ein Vermögen manche Menschen haben, die sie NIE im Leben ausgeben können, bekomme ich fast einen Anfall und möchte alles klein schlagen. Es gibt Menschen in den USA die auf der Strassen schlafen, überhaupt nichts haben und dann kommt so einer. Da soll mir jemand sagen, das es ein Gott gibt, NEIN es gibt nicht, es gibt nur schwache Menschen die sich an etwas fest klammern müssen. Die Realität zeigt, dass das Leben ungerecht und beschämend ist!
    • Max  Fischer aus Wetzikon
      29.01.2016
      Ihren meist besserwisserischen und überheblichen Kommentaren zufolge könnte man daraus schliessen, dass Ihnen immer alles gelingt und sie keine Fehler machen.

      Dann gründen sie doch besser eine Microsoft Konkurrenz anstatt alles klein zu schlagen.

      Und dann engagieren sie sich doch auch für den Umweltschutz. Und Ihnen missglückt bestimmt nie etwas.
    • Matthias  Mühler aus Biel
      29.01.2016
      Ach Melissa. Allen kann nicht die ganze Welt retten. Aber er tut was gutes. Und da kann mal ein Glas runterfallen. Wo ist das Problem?
    • Philipp  Amstutz 30.01.2016
      @Fischer und @Müller:
      Milliardären können „einfach“ was Gutes tun und es kostet für solche Menschen auch sozusagen nichts! Menschen in einer solchen Machtposition verursachen immer mehr als sie in Ihrem Leben je mit „guten Taten“ korrigieren könnten. Ihr Fussabdruck ist schlicht „zu“ gross…