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In der Nacht auf Mittwoch hat die Polizei Roy Ashburn, einen republikanischen Abgeordneten des kalifornischen Senats verhaftet. Mit 1,4 Promille war er in seinem Dienstwagen unterwegs. Doch das ist noch nicht sein grösstes Problem.
Ashburn soll kurz vorher in männlicher Begleitung den Schwulenclub «Faces» verlassen haben. Dies erstaunt, zumal der 55-jährige römisch-katholische Senator in seiner Amtszeit jedes schwulenfreundliche Gesetz abgelehnt, ja, gar bekämpft hatte. Er stimmte dreimal gegen die Einrichtung eines Harvey-Milk-Tages, in Erinnerung an den ersten schwulen Stadtrat San Franciscos.
Am nächsten Tag schon entschuldigte sich der Senator für den Vorfall, ohne jedoch auf seine sexuelle Orientierung einzugehen. Der Druck aus den Medien wurde ihm dann aber zu gross – er outete sich gestern im Radiosender «KERN».
«Ja ich bin schwul», sagte der Vater von vier Kindern. «Im Staatssenat habe ich seit 1996 kontinuierlich gegen Homosexuellen-Rechte gestimmt, weil das die Wähler in seinem Wahlkreis so von mir so erwartet haben.» Und kleinlaut fügt er an: «Es tut mir leid.»