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Mit einem nationalen Trauertag gedenkt Italien heute der Opfer des schweren Erdbebens in den Abruzzen. Die Trauerzeremonie für 150 Erdbebenopfer findet auf dem Platz vor einer Polizeischule in der Abruzzen-Hauptstadt LAquila statt.
Die Messe wird unter anderem von der Nummer Zwei des Vatikans, Kardinal Tarcisio Bertone, zelebriert und landesweit im Fernsehen übertragen. Unter den Trauergästen sind auch Staatspräsident Giorgio Napolitano und Regierungschef Silvio Berlusconi.
In ganz Italien wurde ein nationaler Trauertag ausgerufen. Zum Gedenken an die Opfer wurden landesweit die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
Opferzahl steigt
Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens stieg auf 287, wie italienische Medien berichteten. Bis zu 30 Menschen wurden noch vermisst, 1170 Menschen erlitten Verletzungen. Rund 10000 Häuser wurden zerstört, 20000 Menschen sind obdachlos.
«Die Schäden sind wirklich gigantisch. Es wird Jahre dauern, bis man alles wieder aufbauen kann», betonte der italienische Kulturminister Sandro Bondi. «Man kann diese Zeit nicht in Monaten berechnen», sagte auch Regierungschef Silvio Berlusconi.
50 Prozent der Unternehmen in den Abruzzen liegen nach dem Erdbeben lahm. Die Regierung hat bereits 100 Millionen Euro zur Bewältigung der Krisenphase gesprochen. (SDA)
Die Trauer sitzt tief. Auch Silvio Berlusconi kämpft mit den Tränen.- AP