Ist Obama für «Star Wars» das Ende?

  • Aktualisiert am 13.01.2012

WASHINGTON – US-Präsident Barack Obama hat Medienberichten zufolge dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew angeboten, auf die Aufstellung der umstrittenen Raketenabwehr in Mitteleuropa zu verzichten.

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter habe dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew einen geheimen Brief von US-Präsident Barack Obama überreicht. Darin soll der neue US-Präsident Russland den Verzicht auf die umstrittenen Raketenabwehr-Pläne in Mitteleuropa in Aussicht gestellt haben.

Wie die Zeitung «New York Times» heute berichtet, soll Moskau im Gegenzug dabei helfen, die Entwicklung von iranischen Langstreckenraketen zu verhindern.

In dem vor drei Wochen überreichten Brief heisse es, die USA benötigten das Raketenabwehrsystem nicht, falls der Iran jede Anstrengungen einstelle, Nuklearsprengköpfe und ballistische Raketen zu bauen.

Russland hatte sich vehement gegen die oft als «Star Wars» verschrieenen Raketenpläne gewandt, die Obamas Amtsvorgänger George W. Bush initiiert hatte.

Präsidenten treffen sich im April

Nach Angaben der «New York Times» hat Russland bisher auf den Brief offiziell nicht reagiert. Aus Moskau sei aber verlautet, dass Aussenminister Sergej Lawrow am kommenden Freitag mit seiner amerikanischen Amtskollegin Hillary Clinton über das Thema Raketenabwehr sprechen wolle.

Obama und der russische Präsident Medwedew werden sich dann am 2. April erstmals bei dem G20-Gipfel in London treffen. Nach den Bush-Plänen wollen die Amerikaner in Polen zehn Abwehrraketen stationieren und in Tschechien die dazugehörige Radaranlage. (SDA/noo)

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