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Papst Benedikt XVI. hat die Aufhebung der Exkommunikation des traditionalistischen Bischofs Richard Williamson von der Priesterbruderschaft St. Pius X. beschlossen. Damit brachte er sich bei Katholiken und Juden weltweit Kritik ein, auch bei den Schweizer Bischöfen (Blick.ch berichtete) – und in Israel.
Die höchste religiöse Instanz des Landes sagte ein geplantes Treffen mit der Kommission des Heiligen Stuhls für die Beziehungen zu den Juden ab. In einem Brief an die Kommission schrieb das Grossrabbinat, dass eine Fortsetzung des Dialogs ohne eine öffentliche Entschuldigung vom Vatikan schwierig sei.
Neuer Tiefpunkt nach 2005
Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel waren im Sommer 2005 auf einem Tiefpunkt angelangt. Damals hatte die Regierung von Premier Ariel Sharon dem Papst vorgeworfen, nicht israelischer Terroropfer gedacht zu haben. Der Vatikan verwies seinerseits auf israelische Völkerrechtsverstösse in besetzten Gebieten.
Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hatte den Bau der israelischen Sperranlage im besetzten Westjordanland kritisiert. Der Heilige Stuhl hat immer wieder eine internationale Garantie für den Schutz der heiligen Stätten in Jerusalem gefordert.
Papst verurteilt den Holocaust
Angesichts weltweiter Entrüstung wegen der Äusserungen Williamsons hat der Vatikan gestern die klare Verurteilung von Antisemitismus und Holocaust durch Benedikt XVI. betont. In einem Radiobeitrag anlässlich des Holocaust-Gedenktages wurde darauf hingewiesen, dass der Papst die unmenschliche und rassistische Ideologie, die zum Holocaust führte, mehrfach deutlich verurteilt habe. (SDA)
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Glaubt an Gott – aber nicht an Gaskammern: Bischof Richard Williamson in einer Aufnahme vom Februar 2007.