Israelische Soldaten erschiessen Studentin (18) Sekunden nach diesem Foto war sie tot

JERUSALEM - Dramatische Bilder aus dem Westjordanland: Eine palästinensische Teenagerin trifft am Checkpoint auf einen israelischen Soldaten. Kurz darauf ist sie tot.

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Es sind die letzten Momente in ihrem Leben. Die 18-jährige Palästinenserin Hadeel al-Hashlamun will in der Stadt Hebron im Westjordanland einen Checkpoint passieren. Ein israelischer Soldat stoppt sie.

Darüber, was danach geschieht, gehen die Versionen auseinander. Das israelische Militär behauptet, Hashlamun habe ein Messer gezogen und versucht, einen Soldaten zu erstechen. Die Studentin sei trotz mehrfacher Aufforderung nicht stillgestanden. Mehrere Soldaten hätten darum geschossen. Zuerst in den Boden und auf die Füsse der Frau, dann in ihren Bauch.

Sie habe nur ihre Tasche geöffnet, damit sie durchsucht werden könne, sagt dagegen laut der «New York Times» ein europäischer Beobachter, der die Szenerie miterlebt haben will. «Und selbst wenn sie ein Messer gehabt hätte, hätte sie über eine einen Meter Hohe Absperrung klettern müssen, um einen Soldaten verletzen zu können», sagt ein anderer Zeuge.

«Sie stand unter Schock»

Dass die Frau trotz Aufforderung nicht zurückgewichen sei, lasse sich erklären. «Sie stand völlig still, als vor ihr in den Boden geschossen wurde. Sie stand unter Schock. Ich habe den Soldaten noch zugerufen, dass sie kein hebräisch verstehe.»

Unbestritten ist dagegen das tragische Ende der Auseinandersetzung. Die Studentin wird mit Schussverletzungen ins Spital gebracht. Dort stirbt sie kurz darauf.

Der Zwischenfall dürfte die angespannte Stimmung in der Region weiter verschärfen. In den letzten Tagen war es vermehrt zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften zu Auseinandersetzungen gekommen. (eg)

Publiziert am 23.09.2015 | Aktualisiert am 23.09.2015
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