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40 Container mit jeweils bis zu 300 Tonnen Waffen und Munition an Bord, darunter auch Raketen vom Typ Katjuscha – alles als zivile Fracht getarnt. Die Fracht der unter der Flagge des Karibik-Staates Antigua fahrenden «Francop» stammten aus dem Iran, heisst es in einer Erklärung der israelischen Armee. Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» und der «Kieler Nachrichten» gehört der Frachter der Reederei Gerd Bartels aus Neu Wulmstorf vor den Toren Hamburgs.
Israel warf dem Iran einen Verstoss gegen Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats vor, die den Export von Waffen untersagten. Teheran wies die Angaben zurück. «Der Bericht stimmt nicht. Das Schiff war von Syrien in den Iran unterwegs, an Bord sind syrische Waren, aber keine Waffen», sagte Aussenminister Manuchehr Mottaki nach Angaben staatlicher Medien in Teheran.
Das Schiff wurde in der Nacht zum Mittwoch rund 160 Kilometer vor der Küste Israels in der Nähe Zyperns aufgebracht und in den Hafen von Aschdod dirigiert. Nach Angaben des israelischen Internetportals ynet.com hat das zyprische Cargo-Unternehmen UFS das rund 140 Meter lange Schiff gechartert. «Wir sind nur der Spediteur, wir wissen nie, was in den Containern ist», sagte ein Reedereisprecher der «Süddeutschen Zeitung».
Der Frachter war nach israelischen Angaben vom ägyptischen Damietta unterwegs zum syrischen Hafen Latakia. Von dort habe die Waffenlieferung im Wert von Millionen von US-Dollar über Land in den Libanon gebracht werden sollen. Die Ladung sei zunächst von Bandar-Abbas im Iran über den Suez-Kanal nach Damietta verschifft und dort auf die «Francop» gebracht worden.
Sowohl der Eigner als auch Kapitän und Besatzung des Schiffs gaben nach israelischen Informationen an, von dem Waffenschmuggel nichts gewusst zu haben. Ein Sprecher der Reederei wollte der Nachrichtenagentur dpa keine Stellungnahme abgeben. Die Waffen seien in Containern hinter weissen Säcken mit Agrarzeugnissen versteckt gewesen, hiess es aus Israel weiter. Der polnische Kapitän habe keinerlei Widerstand geleistet.
Die Hisbollah hatte Israel in der Vergangenheit vom Südlibanon aus immer wieder mit Raketen angegriffen. Israel wirft dem Iran und Syrien vor, die verbündete schiitische Hisbollah entgegen allen Uno-Resolutionen nach dem Libanon-Krieg vom Sommer 2006 wiederbewaffnet zu haben. Israelische Fernsehsender berichteten, das Schiff sei nach Hinweisen von Geheimdiensten seit Tagen beobachtet worden. (SDA)
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