«Isolierung bringt nichts» Burkhalter kämpft bei der Nato für Putin

Bundespräsident Didier Burkhalter bricht am Nato-Gipfel eine Lanze für Moskau. Eine Lösung im Ukraine-Konflikt sei nur mit Russland möglich.

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Der Schweizer Bundespräsident und OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter hat heute am Nato-Gipfel in Newport vor einer Isolierung Russlands wegen der Ukraine-Krise gewarnt: «Dies löst kein einziges Problem und schafft sicher neue Probleme, in Europa und ausserhalb.»

Eine Rückkehr «zur Stabilität in der Ukraine und in Europa kann nur unter Mitwirkung Russlands und nicht gegen Russland» erreicht werden, betonte der Chef der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in seiner Rede. Gegen Russland ergriffene Sanktionen würden sich «nachteilig auswirken auf diplomatische Bemühungen».

Didier Burkhalter rief die drei Prioritäten der OSZE bezüglich der Ereignisse in der Ukraine in Erinnerung: Erstens müsse die OSZE weiterhin aktiv teilnehmen an den Bemühungen für einen Waffenstillstand mittels eines politischen Prozesses; zu fördern sei dabei besonders der Dialog zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Petro Poroschenko.

Drohnen sollen Grenzen beobachten

Zweitens wolle die OSZE die Aktivitäten ihrer Beobachtermission im Osten der Ukraine ausweiten und diese der Entwicklung des Konflikts anpassen. Hierzu sollten «vor allem Spezialisten rekrutiert» werden, um die Chancen zur Beschliessung eines Waffenstillstands zu erhöhen und um die Grenzen zu kontrollieren. Aktuell sind 233 OSZE-Beobachter vor Ort.

Künftig sollten vier unbemannte Fluggeräte zum Einsatz kommen und zwei Kontrollstationen am Boden errichtet werden, sagte Burkhalter. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, ihre Unterstützung und Expertise beizutragen. (SDA)

Publiziert am 05.09.2014 | Aktualisiert am 05.09.2014
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Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter (Archiv) play
Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter (Archiv) Keystone

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24 Kommentare
  • Stefano  Sabino aus Baden
    , via Facebook
    05.09.2014
    Endlich fallen Worte der Lösungen beitragen würde, nur aber, weshalb werden sie nicht erhört , nur Europa ist so naiv sinnloser Krieg zu provozieren...
  • Abbas  Schumacher , via Facebook 05.09.2014
    Putin soll doch endlich einmal klar sagen, was er will! Dann kann man darüber verhandeln. In der Ostukraine soll man eine Abstimmung machen um zu wissen, wohin es die Bewohner mehr hinzieht, zu den Russen, oder der Ukraine? So kostet es jeden Tag mehr Menschenleben und der Rest der Ukraine kommt auch nicht vom Fleck, weil das Geld was sie vom Ausland erhalten für die Aufrüstung wegschmilzt.
    • Stephan  Reber , via Facebook 06.09.2014
      Die Abstimmung aber erst wenn die ganze Region von einer UN-Truppe kontrolliert wird. Damit man sicher ist, dass Jeder abstimmen kann. Ich kenne Leute in der betroffenen Region, sie werden von Seperatisten massiv bedroht. Es wurde mehrfach sehr deutlich klargemacht das man "pro-ukrainisch Stimmen" verhindert! Bevor wer was sagt, sie gehören zum "russischen" Bevölkerungsanteil aber wollen in der Ukraine verbleiben. Mit entsprechenden Anpassungen in Bezug auf Sprache, politischer Status usw.!
  • anton  lienhard 05.09.2014
    Die Schweiz sollte möglichst rasch der NATO beitreten.
    • Andreas  Lander aus Goldau
      05.09.2014
      Fehlt gerade noch diesen Kriegstreibern beizutreten, warum herrscht nun in der Ukraine solch ein Chaos, nur weil die EU und NATO extrem offensiv ihre Ausbreitung vorantreiben und immer weiter gegen Osten expandieren, kein Wunder hat der Russe Angst....wie würde es wohl in Deutschland klingen wenn die Russische Föderation plötzlich in Polen, Tschechien und der Slowakei rumweibeln würde?!?
  • Christian  Dürig aus Bern
    05.09.2014
    Es ist unglaublich, wie die Schweizer alles besser wissen.
    Ich meine: "Put your money whrere your mouth is !" Jetzt müssen Sie googlen. Schweizerdialektik genügt nicht mehr. Think Tank is what in.
  • J.  Meyer 05.09.2014
    Die nahe Vergangenheit hat ja gezeigt, wie zugänglich Putin für Gespräche ist und wie er sich danach an die Abmachungen hält. Also redet nur weiter ... und verkauft Käse ...