Islam-Kennerin Manea über die Gründe der Silvester-Schande «Sexuelle Frustration und sexualisiertes Frauenbild»

Nach den teils sexuellen Übergriffen auf Frauen durch Gruppen von Männern in Deutschland ist inzwischen bekannt, dass es sich bei einem Grossteil der Verdächtigen um Personen aus dem islamischen Kulturraum handelt. Was steckt hinter dem respektlosen und verbrecherischen Verhalten?

«Wir müssen anerkennen, dass ein Teil der Migranten Probleme mitbringt»: Elham Manea, Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich und Islam-Kennerin. play

«Wir müssen anerkennen, dass ein Teil der Migranten Probleme mitbringt»: Elham Manea, Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich und Islam-Kennerin.

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In der Silvesternacht versammelten sich rund 1000 Männer auf dem Bahnhofplatz in Köln, viele davon aggressiv und betrunken. Aus kleineren Gruppen heraus wurden Frauen sexuell angegriffen, bedroht und bestohlen. Auch in Hamburg spielten sich ähnliche Szenen ab. 170 Anzeigen gingen bis jetzt allein bei der Kölner Polizei ein – rund 120 davon wegen sexueller Übergriffe.

Zeugen zufolge sahen die Täter nordafrikanisch oder arabisch aus. Die deutsche Polizei hat inzwischen 31 Tatverdächtige identifiziert. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind darunter 18 Asylbewerber. Unter den Verdächtigen sind neun Algerier, acht Marokkaner, vier Syrer, fünf Iraner, ein Iraker, ein Serbe, ein Amerikaner und zwei Deutsche.

Warum kommt es zu diesem respektlosen und verbrecherischen Verhalten gegenüber Frauen? Warum sind es auffällig viele Männer aus dem arabischen Kulturraum, die sich an dem Mob beteiligten? BLICK sprach mit Elham Manea über die Macho-Kultur im Islam und darüber, wie die Debatte sachlich geführt werden kann. Manea ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich und Islam-Kennerin.

Sie macht verschiedene Ursachen für das Verhalten der am Sex-Mob beteiligten Männer aus: «Sexuelle Frustration von jungen männlichen Migranten, kombiniert mit einem kulturell geprägten Frauenbild, das über die Erziehung vermittelt wird und jeglichen Respekt gegenüber Frauen vermissen lässt.» Doch woher kommt diese Macho-Kultur? Manea: «Es hat mit patriarchalischen Strukturen zu tun, die nicht auf eine Weltreligion beschränkt sind.» Dazu komme, dass in dieser Kultur Werte vermittelt würden, die Frauen in eine eng definierte Rolle drängten. «Diejenigen, die diesem moralischen Bild nicht entsprechen, werden als Freiwild betrachtet. In einer Situation wie in Köln kommt dazu noch die Gruppendynamik, die die Enthemmung ermöglicht.» 

Die Zwischenfälle in Deutschland haben laut Manea nicht einmal zwangsläufig mit dem Zusammenprallen zweier Kulturen zu tun: «Was in Köln und andernorts passierte, hat schon während des arabischen Frühlings auf dem Tahrir-Platz in Kairo einen bedenklichen Höhepunkt erreicht – allerdings nur in Bezug auf übelste Formen von sexuellen Übergriffen und weniger in Form von Raubüberfällen.»

Inwiefern hat das respektlose Benehmen gegenüber Frauen mit dem Islam zu tun? «Das sexualisierte Frauenbild, das solches Verhalten provoziert, ist primär kulturell bedingt», sagt Manea. «Trotzdem kann nicht geleugnet werden, dass auch der Islamismus ein sexualisiertes Frauenbild verbreitet.»

Um die Debatte um kulturelle Unterschiede verantwortungsvoll zu führen, ohne Flüchtlinge oder Muslime kollektiv für diese Übergriffe verantwortlich zu machen, «müssen wir anerkennen, dass ein Teil der Migranten Probleme, problematische Werte und Weltanschauungen aus ihren Herkunftsländern mitbringt.»

Wegschauen ist für die schweizerisch-jemenitische Doppelbürgerin keine Lösung: «Es bedingt, darauf zu reagieren und entschlossen Massnahmen zu ergreifen», sagt Manea. «Nur so schützen wir die Frauen und die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge, die sich an die hiesigen Spielregeln halten.»

Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 09.01.2016
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Milo Moiré protestiert vor dem Kölner Dom Nackt gegen den Sex-Mob

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  • Albert  Eisenring 11.01.2016
    Wenn das Problem sich so darstellt "Das sexualisierte Frauenbild, das solches Verhalten provoziert, ist primär kulturell bedingt." und so "... dass auch der Islamismus ein sexualisiertes Frauenbild verbreitet.", dann kommt man mit Umerziehung, integrativen und entschlossenen Massnahmen oder Disziplinierung und weiss nicht was noch alles nicht dagegen an.
    Und vor allem ist dann nicht einfach ein Teil betroffen, sondern ein weit überwiegender Teil. Und für diesen gilt strikt: nicht reinlassen!
  • Gina  Meier 10.01.2016
    Vielleicht sollte die Islam-Kennerin mal den Koran lesen dann wüsste Sie woher das Frauenbild kommt. Mohammed himself hatte ja mehrere Frauen seine Lieblingsfarau war bei der Heirat minderjährig und wie war das nochmals mit der Eroberungszügen gegen Ungläubige die er führte? Historisch und im Koran belegt und doch spielen die "Islam-Kenner" nun die grossen Überraschten.
  • Boris  Kerzenmacher 10.01.2016
    Sicherlich macht Frau sich in D nun mehr Gedanken um die persönliche Sicherheit. Wenn eine Gruppe aus 20 aggressiven Männern vor einem steht und Handy und Geldbörse fordert, dann hat keiner eine Wahl. Wegrennen nützt nichts, die Kriminellen sind in der Regel schneller.
    Und Wegrennen nützt auch daher nichts, weil die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, K. Göring-Eckardt, für D unmissverständlich voraussagte:
    "Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!"
  • Renato  Bern aus Bern
    10.01.2016
    Wir leben im Jahr 2016 und in einem mehr oder weniger zivilisierten Europa. Wer sich nicht mit unserer Tradition, Gepflogenheit und Rechtssystem identifizieren oder anpassen kann, hat rein gar nichts bei uns zu suchen und soll in diesen "Steinzeit-Ländern" bleiben.
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    10.01.2016
    Ich hoffe euch Frauen ist schon klar, dass selbst wenn die Täter überführt werden sollten, diese kaum bestraft werden können, geschweige den ausgeschafft, oder? Wenigstens in der Schweiz können wir, was das betrifft etwas Gegensteuer geben, am 28 Februar nämlich. Auch wenn diese Initiative nicht perfekt ist, das ist übrigens keine, geht sie doch in die richtige Richtung. Wir sollten deshalb diesen Kölner Steilpass nicht unbenutzt verstreichen lassen. Die Richter werden auch so noch genug verhind