IS beschuldigt Russland Giftgas-Angriff bei Palmyra?

In einem vom Islamischen Staat (IS) kontrollierten Gebiet in Syrien sind Menschen ohne äussere Verletzungen umgekommen – das deutet auf einen Giftgas-Angriff hin. Gemäss IS soll Russland dahinter stecken.

Krieg in Syrien: IS beschuldigt Russland des Giftgas-Angriffs play
Immer wieder brachen bei Palmyra Gefechte aus – dieser Bombeneinschlag ist vom letzten August. Uncredited

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In dem von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Gebiet nahe der syrischen Stadt Palmyra hat es nach Informationen von Kriegsbeobachtern am Montag vermutlich einen Giftgas-Angriff gegeben. In dem Gebiet habe es auch heftigem Beschuss aus der Luft gegeben, erklärte die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Insgesamt seien dort mindestens 53 Menschen getötet worden, darunter 28 Kinder. Unter Berufung auf Informanten vor Ort erklärte die Beobachtungsstelle, es habe Fälle von Erstickung gegeben. Mehrere Leichen hätten keine Anzeichen äusserer Verletzungen. Sie äusserte sich nicht dazu, wer für den Angriff verantwortlich ist.

IS-Bezichtigt die Russen?

Das IS-Sprachrohr Amak erklärte im Internet, es habe einen russischen Angriff mit Sarin-Gas gegeben. 20 Menschen seien dabei getötet worden. Rund 200 Personen hätten Atemprobleme bekommen.

Sowohl Russland als auch die syrische Armee hatten wiederholt den Einsatz von Chemiewaffen bestritten. Die UNO hatte Syrien den Einsatz von Sarin, das gemäss der Chemiewaffenkonvention verboten ist, in einigen von Rebellen kontrollierten Vororten der Hauptstadt Damaskus 2013 vorgeworfen. Die Regierung beschuldigte dagegen die Rebellen.

In diesem Jahr stellte eine UNO-Kommission fest, dass sowohl die syrische Armee als auch die IS-Miliz Chemiewaffen eingesetzt hätten. Die syrische Regierung bestritt dies. (SDA)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 13.12.2016
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2 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 13.12.2016
    Wenn man über die Strategie des Daesh (IS) redet, dann kann man nicht in militärischen Mustern denken. Die Führer des Daesh wissen, dass sie langfristig "ihre" Gebiete nicht werden halten können.
    Und ihnen dürfte auch klar gewesen sein, dass man sie sofort wieder aus Palmyra vertreiben würde. Militärisch sinnlos, in so einer Situation Mann und Material zu verschwenden, wo man sich ohnehin an allen Fronten auf dem Rückzug befindet.
  • Bernd  Matzgen 13.12.2016
    Diese Aussage lässt zumindest eines vermuten, nämlich eine "gewisse Nähe" der syrischen Beobachtungsstelle für "Menschenrechte" und des IS. Da diese von London aus operieren und den Rebellen und somit dem Westen nahe stehen, sollten wir uns langsam die Frage stellen, wer den IS wirklich geschaffen und portiert hat.