IS-Angriff: Mehr als 20 Tote bei Anschlägen im Jemen

Bei einer Anschlagsserie im Jemen sind am Freitag mindestens 22 Menschen getötet worden. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Car bomb attack targets a checkpoint in Yemen’s temporary capital of Aden play
Nach der Explosion einer Autobombe in Jemen. (Symbolbild) STRINGER

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Der Jemen ist in den vergangenen Monaten immer weiter im Chaos versunken, fast täglich gibt es Anschläge. Die schiitische Huthi-Miliz hatte Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht aus dem Land gezwungen.

Seit März 2015 fliegt eine Militärkoalition unter Führung Saudiarabiens Luftangriffe im Jemen, um die vom Iran unterstützten Rebellen zurückzudrängen und Hadi zu ermöglichen, an die Macht zurückzukehren. Die dem Präsidenten treuen Truppen haben Aden weitgehend unter ihrer Kontrolle.

Die Regierungstruppen kämpfen auch gegen die sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat (IS). Diese hatten zuletzt ihr Einflussgebiet in Aden ausgeweitet. In einer über die IS-nahe Internet-Nachrichtenagentur Amaq verbreiteten Erklärung hiess es, die Selbstmordattentate am Freitag hätten sich gegen Polizeikontrollen und einen Stützpunkt der arabischen Militärkoalition gerichtet.

Erst am Mittwoch hatte die UNO verkündet, dass sich die jemenitische Regierung und die Huthi-Rebellen auf eine Waffenruhe ab dem 10. April verständigt hätten. Am 18. April sollen dann in Kuwait Friedensgespräche beginnen. Die IS-Terrormiliz ist nicht Teil der Vereinbarung. (sda)

Publiziert am 25.03.2016 | Aktualisiert am 30.04.2016
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6 Kommentare
  • Urs  Hagen 26.03.2016
    Symbolbild? Ja hat es denn ab und zu auch Bilder die uns das zeigen was auch Wirklichkeit ist? Nein, uns wird vor allem eine Welt vorgegaukelt die nur unsere Emotionen steuern soll. Wie damals Kosovo, Bilder von ärmlichen Dörfern mit Uraltmenschen, Ochsenkarren, dabei hatten sie schon Wireless-Internet, Handynetze usw. Die Medien verzerren vor allem die Wirklichkeit für uns, die wir so fortschritlich leben, so ist das nicht, wir werden überholt von den Drittweltländern und merken es nicht.
  • Daniel  Schlatter , via Facebook 25.03.2016
    Diese schreckliche Nachricht bestätigt, dass es dem IS nicht um den Islam als solchem geht. Es geht einzig und allein darum, die Gegner des IS auszuschalten. Und im Yemen geht es darum, dass der IS (Sunniten) die Schiiten im Norden des Yemen zu seinem Ziel machte. Und das wahabitische (sunnitische) Saudi-Arabien unterstützt ihn dabei kräftig. In der Logik des IS müsste demnächst der Iran dran kommen. Aber davor werden sie sich hüten, das gäbe einen irreversiblen Flächenbrand.
    • Jan  Berger 26.03.2016
      Niemand sagt, dem IS gehe es um den Islam, aber er begeht seine Verbrechen - auch gegen Glaubensbrüder - im Namen des Islams. Denn zweifelsohne erst die Komponente Religion ermöglicht hier eine solch länderübergreifende Ausbreitung mit einer nie gekannten Brutalität und der mühelosen Rekrutierung von immer neuem "Personal", welches sich im heiligen Krieg wähnt. Es wäre ein tödlicher, aber auch typischer Fehler für den liberalen Westen, den IS nicht direkt mit dem Islam in Verbindung zu bringen.
    • Heiri  Schatzkiste 26.03.2016
      Herr Berger, das stimmt so nicht. Jeder kann in irgendeinem Namen morden, der Vorwand "Islam" ist von a bis z von diesen Hunden erlogen. Wenn ich Sie im Namen des Regenwaldes morden gehe, gehen Sie dann wirklich gegen den Regenwald vor? Dummer Vergleich, ich weiss, aber man muss seine Aussagen auf manchen Plattformen etwas vereinfachen.
    • Jan  Berger 26.03.2016
      Schatzkiste, Sie werden aber nicht viele Leute finden, die in Namen des Regenwaldes zu foltern, morden und köpfen bereit sind. Die wenigsten sind mit dem Regenwald aufgewachsen, und denen, die es sind, wurde nie eingetrichtert, dass der Regenwald das beste und einzige ist und alle Nicht-Regenwäldler auszurotten sind. Genau da liegt der Unterschied begraben: nicht im für etwas sein, sondern im Sektiererischen, Dogmatischen. Und so funktionieren eben nur Religionen. Auch und vor allem der Islam.
  • Hans  Scheidegger 25.03.2016
    Auch wenn sich jetzt in Palmyra erste Erfolge gegen die radikal-islamistischen IS-Gotteskrieger abzeichnen und massiv gegen Mossul, wahrscheinlich in einem grausam blutige Häuserkampf, vorgegangen wird, darf man sich nicht der Illusion hingeben, der IS sei leicht zu besiegen. Das beweisen diese neuerlichen Anschläge in Jemen. Der IS und seine Verbündeten verbreiten ihre Schreckensherrscht u.a. von Algerien, Libyen über Mali, Nigeria, Ägypten bis hin zum Kaukasus und zu Afghanistan, Pakistan.