Irre Terror-Propaganda Taliban filmen Anschlag mit Drohne

Ein in sozialen Medien verbreitetes Video der Taliban findet grosse Beachtung, weil es eine Attacke in Afghanistan aus der Vogelperspektive zeigt. Bei dem Attentat kam der Polizeichef des Bezirks Nawa in der umkämpften Provinz Helmand ums Leben.

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Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan benutzen für die Planung von Anschlägen sowie für Propagandazwecke Drohnen, die mit Kameras ausgerüstet sind. Das bestätigte Talibansprecher Sabiullah Mudschahid gestern.

Am Vorabend hatten die Taliban ein in sozialen Medien vielbeachtetes Video online gestellt. Es soll einen Bombenanschlag auf eine Basis von Streitkräften in der schwer umkämpften Südprovinz Helmand zeigen.

In der Luftaufnahme ist zu sehen, wie ein Militärfahrzeug in einen von einer Mauer umgebenen Hof einfährt. Gleich darauf folgt eine mächtige Explosion mit einer hohen Rauchwolke.

Der Sprecher des Gouverneurspalastes in Helmand, Omar Swak, bestätigte, dass die Bilder den Anschlag auf das Polizeihauptquartier im Bezirk Nawa vor etwa einem halben Monat zeigten. Viele Polizisten seien dabei getötet worden, unter anderem Bezirkspolizeichef Ahmadschah Salim.

«Für die Planung unserer Offensiven»

«Wir nutzen Kameradrohnen für die Planung unserer grossen Offensiven seit 18 Monaten», sagte Talibansprecher Mudschahid. Sie seien vor allem im Süden und Südosten eingesetzt worden. Auch bei dem Angriff auf die viertgrösste Stadt des Landes, die Hauptstadt der Nordprovinz Kundus Anfang Oktober, seien sie benutzt worden.

Die Taliban nutzen Videos und Fotos auch für Propagandazwecke. Sie sollen Regierung und Streitkräfte demoralisieren. Die Aufnahmen zeigen beispielsweise gefangen genommene Soldaten oder erbeutete Waffen. Die Taliban nutzen ebenfalls den Kurznachrichtendienst Twitter sowie die Messenger Whatsapp und Telegram. (SDA/noo)

Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 04.12.2016
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7 Kommentare
  • Albert  Knoll 23.10.2016
    Die Talibananas müssen sehr verzweifelt sein, dass sie auf billige Taschenspieler-Tricks zurückgreifen müssen. Grosser Effekt, keine Wirkung. Die haben das Muffen-Sausen. Beängstigend ist eigentlich nur, dass sich diese Massenmörder den Bart abrasieren und danach lammfromm wie normale Menschen weiterleben. Wahrscheinlich werden sie wie in D nach WW2 in der Verwaltung und im Parlament untergebracht.
  • Nicole  Hirt aus Grenchen
    23.10.2016
    Und da gibt es tatsächlich in der Schweiz noch Leute, die sagen, ein AKW sei sicher. Träumt weiter!
  • Philipp  Bloecker 23.10.2016
    Wenn man dies hier schon als «irre Terror-Propaganda» bezeichnet, warum beteiligt man sich dann an deren Verbreitung, indem man die Aufnahmen auch noch zeigt? Denn soetwas funktioniert nur, wenn es genügend Leute aufgreifen. Und hier wird es einem breiten Publikum zugänglich gemacht – in erster Line, weil es spektakulär aussieht und nicht wegen des Informationswertes. Im schlimmsten Fall spielt man so den Terroristen in die Hände – und bestenfalls wäre dieser Artikel in dieser Form scheinheilig.
  • J.  Meyer 23.10.2016
    Es ist schon total widersprüchlich in ihren Ansichten, egal ob bei den Talibans, der IS oder anderen solchen Gruppierungen, welche alles westliche verteufeln, es selbst aber massiv gebrauchen, um im Namen einer Religion ihre selbstverherrlichten Ansprüche geltend zu machen, was allerdings auch im Widerspruch zur eigentlichen Religion steht. Solchen Menschen geht es nicht wirklich um Frieden, sondern nur um den Machterhalt ihres selbsternannten Status.
  • Max   Meier 23.10.2016
    Die Technik überholt den Verstand der Menschheit - und dies war immer so. Je moderner die Waffen, umso näher stehen wir an der Ausrottung!