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Er und seine sieben Mitangeklagten seien «von den Amerikanern geschlagen» worden, er habe Prügel am ganzen Körper erhalten, sagte Saddam Hussein heute vor Gericht. «Wir wurden gefoltert», beklagte sich der gestürzte Machthaber. Die Male seien noch immer an seinem Körper zu sehen.
Die Staatsanwaltschaft kündigte an, er wolle den Misshandlungs-Vorwürfen nachgehen. Sollte der Ex-Präsident von den US-geführten Koalitionstruppen misshandelt werden, sollte er in die Obhut irakischer Soldaten überstellt werden, sagte Staatsanwalt Dschaafar al Mussawi.
Zuvor hatte Saddam das Verfahren zeitweise betont gelassen verfolgt, nachdem er am 6. Dezember nach einem Wutausbruch jede weitere Teilnahme abgelehnt hatte.
Ein Zeuge, Ali Hassan Mohammed al Haidari, schilderte das Massaker an 140 Schiiten in seinem Heimatort Dudschail. Er berichtete weiter, wie Sicherheitskräfte Saddam Husseins Häftlinge in einem Bagdader Gefängnis misshandelten.
Saddam Husseins Gefolgsleute hätten sieben seiner Brüder erschossen, die Leichen seien bislang nicht gefunden worden, berichtete er. Mit mehreren Familienmitgliedern sei er in Bagdad 70 Tage lang inhaftiert gewesen.
Die Gefangenen, darunter Kinder und Greise, seien unter anderem mit Elektroschocks gefoltert worden. Sicherheitskräfte hätten ihnen ferner geschmolzenen Kunststoff auf die Haut tropfen lassen und nach dem Erhärten mitsamt der Haut wieder abgerissen. Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden.