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Wie angekündigt (Blick Online berichtete) hat sich Lynndie England heute vor einem Militärgericht in Texas als schuldig bekannt. Tut es ihr leid, was sie im Irak getan hat? Man weiss es noch nicht. Der Anwalt der 22-Jährigen hofft jedenfalls, dass auf Grund des Schuldeingeständnisses die drohende Höchststrafe von 16 auf 11 Jahre reduziert wird.
Eine Militärjury wird im Lauf der Woche über das Strafmass befinden. Der Anwalt will psychische Probleme bei England geltend machen und so das Strafmass weiter senken.
England war vor einem Jahr zum Symbol des Gefangenenskandals geworden, weil sie auf zahlreichen Fotos aus dem Gefängnis im Irak zu sehen war. Sie posierte grinsend, mit einer Zigarette im Mundwinkel, vor nackten Irakern und hielt auf einem Bild einen am Boden liegenden Mann wie einen Hund an der Leine.
Vor dem Kopenhagener Amtsgericht begann am Montag ein Prozess gegen eine dänische Offizierin sowie vier Militärpolizisten wegen Misshandlung Gefangener im Irak.
Der Heeressoldatin im Hauptmannsrang, Annemette Hommel, und ihren Mitangeklagten wird vorgeworfen, auf dem Stützpunkt Camp Eden nahe der Stadt Basra Iraker bei Verhören zu schmerzhaften Sitzstellungen gezwungen und ihnen Wasser sowie Toilettenbesuche verweigert zu haben.
Die Angeklagten weisen alle Vorwürfe zurück. Das Urteil in dem zunächst auf 27 Verhandlungstage angesetzten Verfahren wird für Dezember erwartet. Dänemark hat derzeit etwa 500 Soldaten im Südirak stationiert.
Für wie lange muss Lynndie England wohl in den Knast? Das Strafmass wird im Verlauf dieser Woche bekannt.