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Es war ein Symbol für die miserable Vorbereitung der Amerikaner auf den Irak-Feldzug: Weil nach dem Einmarsch in Bagdad im April 2003 zu wenig Truppen bereitstanden, um das irakische Nationalmuseum zu schützen, hatten Plünderer leichtes Spiel. Sie liessen mehrere Tausend Kunstgegenstände mitlaufen, darunter 40 bis 50 von grosser historischer Bedeutung.
Wenigstens einen Teil davon haben die Iraker nun zurückgekriegt: Am Samstag überreichten die syrischen Behörden 701 Kunstwerke, die sie in den letzten Jahren Schmugglern an der Grenze abgenommen hatten. In 17 Kisten verpackt kamen die goldenen Halsreifen, Dolche, Töpfe und anderen Zeugnisse der Hochkulturen vom Zweistromland gestern sicher im Bagdader Museum an.
Einige davon hatten Raubgräber erst vor kurzem in den ungesicherten historischen Stätten ausgebuddelt, wie «FoxNews» berichtet. Der illegale Handel mit den Artefakten dient gemäss einem Militär auch der Finanzierung der irakischen Aufständischen.
Syrien ist das erste Land, das den rechtmässigen Besitzern eine solch grosse Anzahl von Kunstgegenständen zurückgibt. Die anderen Nachbarländer fürchten noch, dass die wertvollen Stücke, die ihnen in die Hände gefallen sind, im Bagdader Chaos bald verschwinden würden – und dann für immer verloren wären.
Das Bagdader Museum muss sich das Vertrauen erst wieder erarbeiten. Vorerst bleibt es für Besucher geschlossen, denn die Situation ist viel zu unsicher und das Gebäude bräuchte eine Renovation.
Die Iraker werden sich glücklich schätzen, wenn sie dereinst wieder das grossartige Erbe der Babylonier und Assyrer bewundern dürfen. Es wäre ein Zeichen dafür, dass die Normalität wenigstens teilweise wieder an den Euphrat zurückgekehrt wäre. (hhs)