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Lange hat er sich geziert, doch nun räumt US-Präsident George W. Bush ein, dass die Lage im Irak derzeit angespannt sei. Aus diesem Grund fanden Gespräche mit dem Befehlshaber des US-Oberkommandos Mitte, General John Abizaid, und dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General George Casey, statt. Auch der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley und Vizepräsident Dick Cheney nahmen an den Gesprächen teil.
Später erklärte Bush: «Wir befinden uns in einem gigantischen Kampf zwischen Extremisten und Radikalen, die die amerikanische Lebensart nicht ausstehen können. Ihnen gefällt der Gedanke nicht, dass Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in einem Land zusammen leben und arbeiten und Grossartiges erreichen können.» Der Präsident sprach bei einer Dinnershow der Nationalen Italienisch-Amerikanischen Stiftung in Washington, die er am Abend überraschend besuchte.
Bushs Sprecher Tony Snow erklärte, der Präsident werde nicht generell seine Irak-Politik ändern. Bush steht angesichts der steigenden Zahl getöteter US-Soldaten zunehmend unter Druck. Allein seit Anfang Oktober kamen im Irak 75 Amerikaner ums Leben.
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verlangte unterdessen von der irakischen Regierung, mehr Verantwortung für die Sicherheit des Landes zu übernehmen. Die Regierung müsse mit der Zeit selbst für die Sicherheit sorgen, und zwar «eher früher als später», sagte Rumsfeld gestern. Der grösste Fehler wäre es, nicht damit fortzufahren, die Verantwortung für die Regionen des Landes in die Hände der Iraker zu legen.
Bei einem Granatenanschlag am Samstag sind erneut drei US-Soldaten getötet worden. Damit kamen allein seit Anfang Oktober 78 Amerikaner ums Leben. Das sind in diesem Jahr die höchsten amerikanischen Verluste in einem Monat. Die bislang höchste Zahl gab es im April mit 76 Toten US-Soldaten.
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US-Präsident George W. Bush hat eingeräumt, dass die Lage im Irak angespannt sei, und Beratungen mit führenden Militärs über eine mögliche Taktik-Änderung angekündigt. (AP)