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Eine Bombe detonierte in der Nähe des Aussenministeriums nahe der besonders bewachten Grünen Zone. Dabei kamen laut Augenzeugen neben Angestellten des Ministeriums auch Journalisten und Sicherheitsleute ums Leben.
Fernsehbilder zeigten, dass am Parlamentsgebäude innerhalb der Sicherheitszone zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch gingen. Feuerwehrkräfte versuchten, die Brände zu löschen.
In der Nähe des Finanzministeriums im Bezirk Wasirija ging eine auf einem Lastwagen deponierte Bombe hoch und verursachte schwere Schäden. Dort starben nach Polizeiangaben mindestens drei Menschen, sieben wurden verletzt.
Ein Reuters-Mitarbeiter berichtete, ein Teil einer höhergelegten Schnellstrasse sei durch die Wucht der Detonation eingestürzt. Auch in der Nähe der Reuters-Büros im Bezirk Karrada sowie in Bajaa explodierten Sprengsätze. Über der Hauptstadt waren mehrere Rauchsäulen zu sehen.
Mehrere Einrichtungen wurden zudem mit Mörser-Granaten angegriffen, so etwa das Gebäude der Zentralregierung. Auch in der Nähe von Armee-Kasernen und eines staatlichen Fernsehsenders im Bezirk Salhija gingen Granaten nieder.
Die Gewalt im Irak ist in den zurückliegenden 18 Monaten erheblich zurückgegangen. Dennoch gelingt es Extremisten immer wieder, Anschläge zu verüben, die die unerfahrenen und schlecht ausgerüsteten irakischen Sicherheitskräfte nicht verhindern können. Bei der neusten Anschlags-Serie wurden Schätzungen zufolge mindestens 75 Menschen getötet und mehr als 310 verletzt. (SDA)