Inzest-Opfer Stefan: «Ich mag die Sonne»
AMSTETTEN – Mit einem rührenden Plakat wenden sich die Opfer des Inzucht-Monsters erstmals an die Öffentlichkeit – und sagen, was sie sich wünschen.
Aktualisiert um 19:09 | 14.05.2008
Kein Wunder, bilden sich vor einem Schaufenster der Stadtwerke in Amstetten Menschentrauben. Was die Einwohner des in die Negativ-Schlagzeilen geratenen österreichischen Ortes dort lesen können, ist herzerwärmend. Zum ersten Mal wenden sich die Fritzls an die Öffentlichkeit.
«Wir, die gesamte Familie, möchten diesen Anlass nutzen, um ihnen allen für ihre Anteilnahme an unserem Schicksal zu danken. Ihr Mitgefühl hilft uns sehr, die schwere Zeit zu bewältigen und zeigt uns, dass es auch gute und ehrliche Menschen gibt. Wir hoffen, dass für uns die Zeit kommt, wo wir wieder ins normale Leben zurückfinden werden», schrieben die Opfer des Inzest-Monsters.
Elisabeth Fritzl notierte in den mit Filzstift nachgezeichneten Umrissen ihrer Hände den innigsten Wunsch: Die Genesung ihrer Tochter Kerstin (19), die immer noch auf der Intensivstation liegt. Auch die Liebe ihrer Kinder und der Schutz der ganzen Familie liegen der geschundenen 42-Jährigen am Herzen.
Ihr 18-jähriger Sohn Stefan, der sein ganzes bisheriges Leben im Kellerverlies hatte vegetieren müssen, weiss die neue Freiheit zu schätzen: «Mag die Sonne, die frische Luft und die Natur» steht auf dem gestern ausgehängten Plakat. Sein Bruder Alexander, der oben bei Oma und «Opa» aufwuchs, hat andere Prioritäten: Er vermisst die Feuerwehr, die Schule – und Schwester Kerstin, von der er erst seit kurzem weiss.
Die Fritzls hätten selber die Idee für die Botschaft an die Öffentlichkeit gehabt und die Aktion mit den behandelnden Psychologen abgesprochen, sagte heute Opferanwalt Christoph Herbst, wie «oe24.at» berichtet. Es sei der Familie ein grosses Anliegen, sich zu bedanken. (hhs)
«Wir, die gesamte Familie, möchten diesen Anlass nutzen, um ihnen allen für ihre Anteilnahme an unserem Schicksal zu danken. Ihr Mitgefühl hilft uns sehr, die schwere Zeit zu bewältigen und zeigt uns, dass es auch gute und ehrliche Menschen gibt. Wir hoffen, dass für uns die Zeit kommt, wo wir wieder ins normale Leben zurückfinden werden», schrieben die Opfer des Inzest-Monsters.
Elisabeth Fritzl notierte in den mit Filzstift nachgezeichneten Umrissen ihrer Hände den innigsten Wunsch: Die Genesung ihrer Tochter Kerstin (19), die immer noch auf der Intensivstation liegt. Auch die Liebe ihrer Kinder und der Schutz der ganzen Familie liegen der geschundenen 42-Jährigen am Herzen.
Ihr 18-jähriger Sohn Stefan, der sein ganzes bisheriges Leben im Kellerverlies hatte vegetieren müssen, weiss die neue Freiheit zu schätzen: «Mag die Sonne, die frische Luft und die Natur» steht auf dem gestern ausgehängten Plakat. Sein Bruder Alexander, der oben bei Oma und «Opa» aufwuchs, hat andere Prioritäten: Er vermisst die Feuerwehr, die Schule – und Schwester Kerstin, von der er erst seit kurzem weiss.
Die Fritzls hätten selber die Idee für die Botschaft an die Öffentlichkeit gehabt und die Aktion mit den behandelnden Psychologen abgesprochen, sagte heute Opferanwalt Christoph Herbst, wie «oe24.at» berichtet. Es sei der Familie ein grosses Anliegen, sich zu bedanken. (hhs)
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