
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Schottland meldete gestern das erste Todesopfer der Schweinegrippe. Die 38-jährige Frau ist die erste Patientin Europas, die an der in Zentralamerika ausgebrochenen Krankheit gestorben ist. Dort hat das H1N1-Virus bisher 145 Tote gefordert, mehr als zwei Drittel in Mexiko.
«Mit Bedauern bestätigen wir, dass eine Patientin heute gestorben ist, die im Spital lag und an der Schweinegrippe erkrankt war.» Das schrieb die schottische Regierung gestern Sonntag. Und ergänzte: «Die Patientin hatte ein Grundleiden.»
Schwanger – dann kam die Grippe
Laut «The Sun» hatte Jaqui F. am 1. Juni ein Baby zur Welt gebracht – und zwar zwei Monate zu früh! Die 38-Jährige war eine von zehn Patienten, die in einem Spital im schottischen Paisley wegen der Schweinegrippe behandelt worden waren. Auch darum erlitt sie offenbar eine Frühgeburt.
Das Baby von Jaqui F. hat sich aber offenbar nicht mit der Schweinegrippe angesteckt. Es soll noch zwei Geschwister haben, einen Teenager und einen Bub im Primarschul-Alter.
Pandemie – aber keine Panik
Gesundheitsexperten interpretieren den Tod der Schottin laut «BBC» trotzdem nicht als Zeichen, dass das Virus N1H1 fieser werde. Bakteriologe Hugh Pennington von der Uni Aberdeen: «Alle bisher vorliegenden Beweise lassen vermuten, dass sich das Virus nicht verändert.» Die Schweinegrippe unterscheide sich nicht von einer gewöhnlichen Grippe, und auch da könne es Tote geben.
In der vergangenen Woche hatte die WHO die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und die höchste Alarmstufe sechs ausgerufen (Blick.ch berichtete). Schottland zählte bisher fast 500 Schweinegrippe-Patienten, ganz Grossbritannien mehr als 1200. (dip)