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Indiens Wirtschaft profitiert von einem aussergewöhnlichen Geschäftszweig. Fast 2,3 Milliarden US-Dollar (2,6 Mrd. Fr.) bringen Hunderte von Leihmütter dem Land ein. Das meldet der indische Industrieverband.
Grund für den Boom? Unfruchtbare Ehepaare und homosexuelle Partner aus Übersee, die ihre Schwangerschaft sozusagen nach Indien outsourcen.
Eine Leihmutterschaft kostet die Ausländer rund 23000 Franken. Den angemieteten Müttern bleiben nach Abzug der Klinik- und Vermittlungskosten laut «Aargauer Zeitung» immer noch ein Vermögen übrig.
Bald sollen dem bisher grösstenteils unregulierten Leihmutter-Markt in Indien gesetzliche Grenzen gesetzt werden. So soll eine Inderin nur noch maximal fünf Leihschwangerschaften austragen können, bis sie 35 Jahre alt ist.
Und noch eine Einschränkung soll es geben: Pro Versuch werden nur höchstens drei Embryonen eingepflanzt.
Das Gesetz sieht ingesamt vor, indischen Liehmüttern bald mehr Entscheidungsgewalt einzuräumen. So sollen sie künftig zum Beispiel ihr Honorar und ihren Versicherungsschutz selbst aushandeln können – und dabei nicht mehr von den Spitälern abhängig sein.(nce)
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Will unerkannt bleiben: eine indische Leihmutter. (Agentur Focus)