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In seiner Unterhose schmuggelte der Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab etwa 80 Gramm der Chemikalie PETN an Bord des Airbus. Während dem Landeanflug auf Detroit spritzte er Säure auf das Pulver – doch sein Plan misslang: Statt zu explodieren, produzierte der Sprengsatz nur eine Stichflamme.
Die Bilder von «ABC» zeigen das 15 cm grosse Päckchen, das Abdulmutallab an den Kontrollen vorbei an Bord schmuggelte. Es hätte wohl gereicht, um ein Loch in den Flugzeugrumpf zu reissen und den Airbus somit zum Absturz zu bringen. Laut US-Behörden würden dazu 50 Gramm der Chemikalie reichen.
Visum nicht entzogen
Dem Flugzeug-Attentäter von Detroit konnte nach Angaben der US-Regierung trotz der Warnungen seines Vaters das Visum nicht entzogen werden.
Die Informationen, die das US-Aussenministerium und das US-Zentrum für Terrorbekämpfung (NCTC) aus Nigeria erhalten hatten, seien «unzureichend» gewesen, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Ian Kelly.
Demnach informierte der Vater des 23-jährigen Umar Faruk Abdulmutallab am 19. November die US-Botschaft in Abuja über die extremen religiösen Ansichten seines Sohnes. Einen Tag später habe die Botschaft dies an das Ministerium und das NCTC weitergegeben. Laut Kelly lag die Entscheidung über einen Entzug des Visums beim NCTC, das für Terrorverdächtige zuständig sei.
Nach Angaben der jemenitischen Botschaft in Washington hielt sich Abdulmutallab von Anfang August bis Anfang Dezember im Jemen auf. Ihm sei ein Visum für einen Arabisch-Sprachkurs ausgestellt worden. «In seinem Pass waren ein gültiges US-Visum und andere ausländische Visa. Es gab nichts Verdächtiges an seiner Absicht, den Jemen besuchen zu wollen», hiess es in einer Erklärung.
Die britische Universität, an der der 23-Jährige zwischen 2005 und 2008 Maschinenbau studiert hatte, bezeichnete den jungen Mann als «wohlerzogen», «freundlich» und «fähig».
Abdulmutallab sei während seines Studiums Vorsitzender der islamische Gemeinschaft der Universität gewesen, teilte das University College in London weiter mit. Er habe seinen Dozenten jedoch nie Anlass zur Sorge gegeben.
Im Mai verhängten die britischen Behörden allerdings ein Einreiseverbot gegen ihn, nachdem ihm ein Studenten-Visum verweigert worden war, wie Innenminister Alan Johnson erklärte. Seitdem stand Abdulmutallab auch auf einer britischen Beobachterliste. (SDA)
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Umar Faruk Abdulmutallab, der gescheiterte Attentäter von Flug 253. (Keystone)