In der Stadt der Liebe: Neues Zika-Opfer über Sex angesteckt

PARIS - Aus Frankreich wird ein erster Zika-Fall gemeldet, bei dem sich die Patientin über Sexualkontakt bei ihrem Partner angesteckt hat. Gesundheitsministerin Marisol Touraine bestätigte dies am Samstag bei einem Besuch im Übersee-Département Französisch-Guyana.

Aedes aegypti mosquito play
Die Mücke ist der Hauptübertrager des Zika-Virus. AP
Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?

Top 3

1 5-Mio-Villa für die Zeit nach der Präsidentschaft Obama zieht vom...
2 Boateng und Gündogan auf der Verpackung Pegida hetzt gegen Kinder-Schoggi
3 Lehrerin (†34) stirbt am Mount Everest Sherpas bergen Leiche von...

Ausland

teilen
teilen
2 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Das Paar lebe im Grossraum Paris, hiess es aus dem Umfeld des Ministeriums. Die Frau ist laut Touraine nicht schwanger. Sie infizierte sich bei ihrem Partner, nachdem dieser aus Brasilien zurückgekommen war. Der Frau geht es nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium gut, sie musste nicht ins Spital.

Die USA hatten bereits Anfang Februar einen Fall bestätigt, bei dem das Zika-Virus durch Sexualkontakt weitergegeben worden war. Hauptübertragungsweg ist jedoch der Stich durch Mücken.

Das Zika-Virus ist vor allem für Schwangere gefährlich. Es besteht der Verdacht, dass dadurch Mikrozephalie bei Babys ausgelöst wird.

Der Kopf der betroffenen Kinder ist deutlich zu klein und die Gefahr gross, dass dies zu dauerhaften Behinderungen führt. Ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen dem Virus und der Mikrozephalie gibt, ist bislang nicht wissenschaftlich erwiesen.

Besonders betroffen von der Zika-Epidemie ist Brasilien. Die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt. Aber auch aus Kolumbien werden viele Fälle gemeldet. Die Gesundheitsbehörden des Landes gaben am Samstag neue, erneut höhere Zahlen bekannt. Demnach sind nun 42'706 Zika-Fälle in Kolumbien gemeldet, davon 7653 bei schwangeren Frauen.(SDA/kra)

Publiziert am 27.02.2016 | Aktualisiert am 27.02.2016
teilen
teilen
2 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • Michael  Rudolf 27.02.2016
    Ich zerbreche mir den Kopf wie man nachweisen will, dass Zika durch Verkehr übertragen wird. Ist es nicht auch möglich, dass eine Mücke zuerst die eine Person, dann die andere gestochen hat, und so das Virus übertragen wurde?
    Dazu von 42000 Infizierten sind 7500 Schwangere. Das heisst entweder die Mücke sucht sich insbesondere Schwangere aus oder die Verteilung ist proporzional und bei Schwangeren wird intensiver nach dem Virus gesucht.
  • Thomas  Zürcher 27.02.2016
    Ein Wettlauf mit der Zeit.Olympiade in Rio und Zica- Virus vertragen sich nicht.Werden einige Staaten keine Athleten nach Brasilien entsenden?Aber vielleicht hilft der brasilianische Winter,also während der Rio-Spiele,ist die Moskitogefahr deutlich geringer.Gott ist ja anscheinend Brasilianer und er kann doch sein Volk nicht im STICH lassen.