«In den kommenden Tagen» Waffenruhe in Syrien

Laust US-Aussenminister John Kerry ist «eine vorläufige grundsätzliche Einigung» für eine Waffenruhe in Syrien erzielt worden.

Sergej Lawrow (links) und John Kerry beim Treffen in München: Die Vertreter von insgesamt 17 Staaten strebten eine Waffenruhe in Syrien innerhalb einer Woche an. play
Sergej Lawrow (links) und John Kerry beim Treffen in München: Die Vertreter von insgesamt 17 Staaten strebten eine Waffenruhe in Syrien innerhalb einer Woche an. KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

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Die Meldung kommt kurz nach einem tödlichen Selbstmordanschlag in Homs mit mindestens 46 Todesopfern: Laut US-Aussenminister John Kerry gibt es «eine vorläufige grundsätzliche Einigung» für eine Waffenruhe in Syrien.

Vor einer Woche an der Sicherheitskonferenz in München einigten sich die Konfliktparteien auf eine Waffenruhe innert einer Woche. Nun konnte man sich laut Kerry offenbar dazu durchringen. In einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei «eine vorläufige Einigung über die Bedingungen für eine Einstellung der Kampfhandlungen» erzielt worden, sagte US-Aussenminister John Kerry am Sonntag in der jordanischen Hauptstadt Amman. Die Feuerpause könne «in den kommenden Tagen beginnen».

Durch seine Vereinbarung mit Lawrow sei die internationale Gemeinschaft der angestrebten Feuerpause «näher» gekommen, sagte Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman. Als nächstes sollten nun «so schnell wie möglich» auch US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin telefonieren, um über die «Umsetzung des Waffenstillstands» zu sprechen.

Russland bestätigte die Gespräche: Nach einem ersten Telefonat am Samstagabend hätten Lawrow und Kerry ihre Gespräche über die geplante Waffenruhe in Syrien fortgesetzt, teilte das Aussenministerium in Moskau am Sonntag mit.

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf Diplomatenkreise, ein erwartetes Expertentreffen in der Schweiz zur Umsetzung der Feuerpause werde voraussichtlich erst in den kommenden Tagen stattfinden. Ursprünglich hätte ein solches Treffen am Samstag in Genf beginnen sollen.

Die internationale Syrien-Kontaktgruppe hatte sich am Freitag vergangener Woche in München zum Ziel gesetzt, binnen einer Woche eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland zu erreichen. Seitdem verschärfte aber unter anderem die Türkei ihr Vorgehen gegen die Kurden, die im Norden Syriens zuletzt andere Rebellen aus mehreren Ortschaften verdrängt hatten.

Kerry war am Samstagabend in Jordanien eingetroffen, wo er am Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und mit dem jordanischen König Abdullah sprechen wollte. Zuvor hatte Kerry eingeräumt, dass «noch viel Arbeit» zu leisten sei, um zu einem Waffenstillstand in Syrien zu kommen. Russland hatte der syrischen Armee zuvor weitere militärische Unterstützung zugesichert. (SDA)

Publiziert am 21.02.2016 | Aktualisiert am 22.02.2016
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4 Kommentare
  • Michael   Frey 21.02.2016
    Das wäre für dieses Land und die Menschen eine gute Nachricht, aber daran glauben ich erst, wenn das ich sehe.
  • William  Quispe aus Bellinzona
    21.02.2016
    Was für eine Schmach für die USA. Nachdem sie ja Assad eliminieren wollten, ist er plötzlich der starke Mann der Region. Sowohl die Türkei als auch die EU haben sich mit diesem Krieg zum Narren gemacht. Und Russland hat mit den BRICS Staaten eine neue Währungs- und Ressourcenunion realisiert. Wir sollten uns dringendst neue und starke Partner suchen. Die USA sind bereits Vergangenheit.
  • Thomas  Zürcher 21.02.2016
    Dieser Waffenstillstand wird nicht lange halten,wenn überhaupt.Assads Truppen werden sich sowieso nicht dran halten jetzt wo sie Geländegewinne erzielt haben werden sie noch weiter vorstossen um die Rebellen zu vetreiben.Nein,in Syrien wo jeder gegen jeden kämpft wird es noch lange keinen Frieden geben zu viele geopolitische Interessen stehen auf dem Spiel.Das Pulverfass Syrien wird bald endgültig explodieren mit ungeahnten Folgen für den ganzen Nahen Osten und die Welt.
  • süleyman  kovanci 21.02.2016
    Syrienkrieg ist ein stellvertreter krieg zwischen EU gegen Russland und diskret im hintergrund Usa,es geht dabei um die auflösung der EU.Usa und russland spielen dieses mieses spiel gemeisam.In eu sind zurzeit 1 mio. flüchtlinge und schon gibst aereger zwischen den mitgliedern,wohin mit all diesen leuten und woher das geld nehmen.Falls die russen und amis mit ihren aggressionen weitere 1 mio. syrer nach europa vertreiben können,dann ist EU vergangenheit !