Rührender Abschied der Obamas Bye-bye, Barack

CHICAGO - US-Präsident Barack Obama hat nach acht Jahren Amtszeit seine Abschiedsrede gehalten. Tausende Zuhörer begrüssten ihn in Chicago mit tosendem Applaus und feierten ihn mit Sprechchören.

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«Heute Abend bin ich an der Reihe, Danke zu sagen«, sagte der scheidende Präsident. «Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten und zu einem besseren Menschen gemacht», so Barack Obama (55) weiter. 

Obama rief seine Landsleute zu Einheit auf. Die Demokratie in den Vereinigten Staaten könne nur funktionieren, «wenn alle von uns, unabhängig von unserer Parteizugehörigkeit oder unserem spezifischen Interesse, dazu beitragen, das Bewusstsein einer gemeinsamen Bestimmung wiederherzustellen, das wir derzeit so dringend brauchen.»

«In die Haut des anderen schlüpfen»
Gleichzeitig forderte der erste schwarze Präsident der US-Geschichte dazu auf, die Unterschiede zwischen Schwarzen und Weissen in den USA endgültig zu beseitigen.

«Wir sind noch nicht dort, wo wir hin wollen. Alle haben noch Arbeit zu leisten.» Das gelte nicht nur für die weisse Bevölkerungsmehrheit. Auch die Schwarzen müssten hinschauen und zuhören und anerkennen, dass die weisse Mittelschicht ihre Probleme habe. «Wir müssen in die Haut des anderen schlüpfen», sagte er. «Grosse Ungleichheit unterhöhlt unsere demokratischen Ideale.»

Er richtete während seiner Abschiedsrede mit Tränen in den Augen emotionale Worte an seine Ehefrau Michelle, seine beiden Töchter sowie an Vizepräsident Joe Biden, den er als «Bruder» bezeichnete. «Dich habe ich erstes nominiert und es war meine beste Entscheidung», sagte Obama vor den Augen des sichtlich gerührten Biden.

Er warnte seine Landesleute davor, sich in ihre jeweiligen «Blasen», also abgeschlossene Welten, zurückzuziehen. Dieser Trend stelle eine «Bedrohung» für die Demokratie dar. Zunehmend würden die Menschen dann nur noch solche Informationen akzeptieren, ob sie wahr seien oder nicht, die zu ihren Meinungen passten.

«Ohne eine Bereitschaft, neue Information zuzulassen, und zuzugestehen, dass unser Kontrahent einen berechtigten Punkt macht, und dass Wissenschaft und Vernunft von Bedeutung sind, werden wir weiter aneinander vorbeireden», mahnte Obama. Konsens und Kompromiss würden so unmöglich.

Trump wird am 20. Januar vereidigt
Mit seinen mahnenden Worten spielte der nach acht Jahren aus dem Amt scheidende Präsident auf den erbittert geführten Wahlkampf um das Weisse Haus an, der die politische und gesellschaftliche Polarisierung des Landes weiter zugespitzt hat.

Obama wird am 20. Januar von Donald Trump abgelöst. Er ist der erste schwarze Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. (sda/gru)

Publiziert am 11.01.2017 | Aktualisiert am 14.01.2017
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38 Kommentare
  • Carlo  Schenkel aus Duggingen
    11.01.2017
    In einer Nation, wo kriminelles Handeln, egal ob legalisiert oder nicht, der normale Umgang des Miteinanders von Menschen ist, wo auf Teufel komm raus, die Haupttriebfeder "Mammon" machen zulaten Anderer ist, muss man sich nicht wundern, dass ein Mensch mit guten Absichten, keine Chance hat! Schaut Euch diese widerliche Geisteshaltung weisser und kapitalistischer Prägung bei vielen Kommentarschreiber hier an. Aber, genau so könnte man einem Krebs sage, er solle doch seinen Wirt schonen.
  • Vanessa  Meier 11.01.2017
    Endlich vorbei. Jetzt können die Obamas wieder das machen, was sie am besten können, im TV auftreten. Am besten mit den Kindern. Wie wärs mit eine Reality Sendung The Real Housewives Of Washington.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    11.01.2017
    Ein Mann mit Ethik und Moral muss einem unmoralischen Hetzer weichen.
    Einfach nur schrecklich, traurig und gefährlich!
  • Ronald  Schmid aus Miami
    11.01.2017
    Ich war auch zu Traenen geruehrt, aber nicht ueber seinen Abschied, sondern das Geld und die Zeit die Er half zu verschwenden und wie Er nur 100 Prozent eine Hochfinanz Vetterli Wirtschaft mit Billionen subventionierte, waehrend Er in seinen Reden das Gegenteil sagte. Die Rechnung Obama geht nie auf. Daran sieht man wie schwach mindest 50 Prozent der Buerger sind, Sie glauben alles was man Ihnen verkauft.
  • Rocco  Siffredi aus Zürich
    11.01.2017
    Obama.. Was soll man dazu noch sagen? Ein Mann, der einen Friedensnobelpreis bekam, dafür dass er offiziell der Präsident mit den meisten Kriegstagen der USA ist. Dafür, dass er Kriege beenden wollte und nun mehr Kriege führt als vor Amtsantritt.. Tja, da fehlen selbst mir die Worte. Feiert diesen Helden!!