Die schwedische Zeitung «Metro» veröffentlichte Vergleichsfotos mit den jeweils identischen Abbildungen aus dem weltweit verbreiteten Ikea-Katalog 2013.

In der saudischen Ausgabe fehlen die Frauen. Grund für die Retouchen sind laut «Metro» die strengen Vorschriften in dem arabischen Land für das Abbilden unbedeckter Haut von Frauen.

«Saudi-Arabien ist noch weit weg von der Gleichberechtigung»

Schwedens Handelsministerin Ewa Björling äusserte sich gegenüber der Zeitung: «Man kann Frauen nicht aus der Wirklichkeit weg retouchieren. Die Bilder sind ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie weit der Weg bis zur Gleichstellung von Männern und Frauen in Saudi-Arabien noch ist.»

Bei Ikea habe man einen «klaren Verhaltenskodex» in Bezug auf die Gleichstellung von Männern und Frauen, sagt Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson. Für den saudi-arabischen Katalog sei die Holdinggesellschaft Inter Ikea zuständig. Sie war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Schon letzte Woche hat der Möbel-Riese ein Foto im Stil der Punkband Pussy Riots von ihrer russischen Webseite genommen. Der Konzern begründete den Schritt damit, dass Ikea nicht «als Ort der Agitation jeder Art» ausgenutzt werden wolle. (kab)

Beliebteste Kommentare

  • Meier  Anton , Ebikon
    Überlegt doch mal, was für ein Glauben Saudi-Arabien herrscht. Und dann fragt ihr euch noch, warum das so ist? Weltoffen tun, aber leben wie im Mitelalter. Es gibt noch viele andere Beispiele, Autofahren, Ausgehen, Einkaufen usw...
  • Rudolf  Hunziker , Ag
    In einem Land wie Saudi Arabien schaut eine Organisation wie Amnesty Intern. bewusst weg und verschliesst die Augen. Wann kommt ein Protestvideo ala Schweiz zu diesem Thema? Oder handelt es sich dabei bloss um Frauen wie jüngst ein Mitarbeiter dieser fragwürdigen Organisation verlauten liess?

Alle Kommentare (16)

  • Köbi  Karrer
    In Saudi-Arabien können die tun, was sie wollen, so wie wir hier tun können, was wir wollen. Das sollten diejenigen hier nicht vergessen, die wiedermal den Lehrmeister spielen müssen.
  • Eyad  Hadrous , Berlin , via Facebook
    Die Menschen in Saudi Arabien WOLLEN so leben! Ich glaube man sollte das respektieren und niemanden die eigenen Vorstellungen von Freiheit aufzwingen wollen. Als tolerantes deutsches demokratisches Volk MUSS man lernen, dass es auch andere Sitten und andere Werte gibt. Nicht jeder will die sogenannte Freiheit. Ich persönlich fühle mich sehr gestört, wenn ich z.B. in Deutschland spazieren gehe und ständig Werbungsflächen mit halbnackte Frauen in Pose sehe. Die Frau wird als Objekt betrachtet und total missbraucht. Und zwar des Geldes wegen! Ein Lustobjekt als Werbemittel! Mir fehlen z.B. die Werte, die vor ca. 30 Jahren in Europa noch herrschten, nämlich, z.B. dass man den Kindern noch erklären konnte was es bedeutet, sich zu schämen. Heutzutage ist das doch gar nicht mehr möglich. Diese Werte sind verloren gegangen. Teilweise schämt man sich nur noch, weil man nicht so perfekt ist wie andere! Man leidet unter einen Gesellschaftszwang und viele Menschen dadurch unter Depressionen. Natürlich kann man das Thema nicht mit ein paar Sätzen wiedergeben, ich hoffe jedoch, dass man zu verstehen versucht, dass manche Eingrenzungen für den Menschen vom Vorteil sind und nicht als Freiheitsberaubung betrachtet werden müssen. In Saudi Arabien leben die Menschen sehr zufrieden, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die haben wir auch im super modernen Europa!!!
    • Joe   Friedli
      Meinen Sie mit den "Menschen" in Saudi Arabien die Männer?
      • 02.10.2012
      • als Kommentar auf Eyad  Hadrous , Berlin
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    • Sarah  Keller
      Wie krank müssen die selbsternannten Hüter einer Religion denn sein, eine Frau mit Pyjama, klar erkennbar als Teil dieser Famile, als schamlos wegzuretuschieren? Wagen Sie nie mehr zu behaupten, Frauen mit Schleier oder Kopftuch würden das selber so wollen - denen wird von klein auf notfalls mit Gewalt eingetrichtert, was Sache ist, und dass Verstösse nicht geduldet werden. Dann noch zu behaupten, in islamischen Ländern fühle sich eine Frau wie die Königin im Palast, ist der Gipfel der Verlogenheit und Ignoranz. Erst gerade vor einigen Monaten durfte ich selber in einem islamischen Land so einer "Königin im Palast" zuschauen, wie sie, den Blick demonstrativ gegen uns gerichtet, in grosser Hitze komplett verschwitzt hilflos und wütend an Kopftuch und Schleier rumzuzerren begann, in den Augen Tränen der Ohnmacht, dass kranke Typen wie Sie ungestraft derart über Frauen herrschen dürfen. Erzählen Sie uns also bitte keinen Mist hier.
      • 02.10.2012
      • als Kommentar auf Eyad  Hadrous , Berlin
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  • Paul  Oberson
    Da hat IKEA wohl kalte Füsse bekommen. Besser die Frau auf dem Foto zu entfernen als ein brennendes Ikea-Kaufhaus zu verlieren. Es war die billigere Lösung in diesem Fall. Gleichberechtigung wird es in solchen und ähnlichen Staaten nie geben. Die haben bestimmt ihre berechtigten Gründe, Wehret den Anfängen, lassen wir diese Staaten in Ruhe wir müssen ja nicht dort wohnen und arbeiten. Und wenn doch, dann haben wir uns nach deren Ansichten zu richten.
  • Daniel  Hofmann , via Facebook
    Was wir hier sehen ist ein weiteres Beispiel für die Globalisierung und die Doppelmoral, oder " Geld stinkt nicht " Die Menschenrechte die in Europa Blutig errungen wurden, gibt es in anderen Ländern nicht. Das ist Grossen Konzernen aber Egal Sie machen Ihre Geschäfte mit jenen Ländern, DANK ja UNS dem Konsumenten der WEGSCHAUT, oder nicht Nachforscht. Kakao, Gold, Silber usw. in sehr vielen Ländern werden KINDER Versklavt damit WIR hier ein Schönes Preiswertes leben haben!
  • jahn  berger
    Das wurde extra so gemacht von Ikea um nich die gefühle der moslems zu verlezten und die gesetze.
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