US-Präsident Obama: «Ich war eigentlich schon vor der Wahl schwarz»

  • Publiziert: 22.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
play Scherzkeks: US-Präsident Obama hat für die Anfeindungen seiner Gegner ein Lächeln übrig. (YouTube)

WASHINGTON - Die Gegner seiner Gesundheitsreform werden immer radikaler. Für den Rassismus-Vorwurf hat Präsident Obama jedoch nur Scherze übrig.

Auf Mutmassungen, dass hinter den massiven persönlichen Angriffen gegen ihn auch Rassismus stecke, reagierte Obama gewohnt locker: «Ich war eigentlich schon vor der Wahl schwarz», antwortete der Präsident auf die Frage von David Letterman in dessen spätabendlicher Talkshow.

Die Tatsache, dass er als Schwarzer als Präsident gewählt wurde, spreche für sich. Wer in die Politik gehe, müsse damit rechnen «angeschrien zu werden» fügte er scherzend hinzu.

In den vergangene Wochen war es im Kongress zu ungewohnt lautstarken Ausschreitungen der republikanischen Opposition gekommen. Ein Kongressabgeordneter schrie Obama sogar entgegen: «Sie lügen!»

Angesichts der massiven Angriffe auf Obama hatte der frühere Präsident Jimmy Carter darauf letzte Woche in einem Interview den Rassismus-Vorwurf ins Spiel gebracht. Er sagte, viele der Vorwürfe gegen den amtierenden Präsidenten «basierten darauf, dass Obama ein schwarzer Mann sei».

Der Kongressabgeordnete Henry Johnson ging sogar noch weiter. Er sagte in einem kürzlich veröffentlichten Fernsehinterview: «Wahrscheinlich werden die Leute bald wieder weisse Kapuzen und Uniformen anziehen und durch die Landschaft reiten.» (lec)

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