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Die Keller – mittlerweile vier – die im ehemaligen Kinderheim freigelegt wurden, brachten Merkwürdiges zutage: Eine Fussfessel etwa, oder ein grosses Bassin, wo die Leichenhunde lautstark angaben (Blick.ch berichtete).
Ehemalige Zöglinge des Heims erzählen laut «Times Online», dass sie bei Fehlbetragen in «diesen tiefen, dunklen Ort» gezwungen worden waren. Dort mussten sie sich aller Kleider zu entledigen und im eiskalten Wasser schwimmen – bis zu 25 Kinder aufs Mal! Und die Erwachsenen beobachteten sie.
Einige von ihnen seien in diesem Grusel-Bad von Aussichtspersonen und Besuchern auch missbraucht worden, sagen Zeugen.
Die Ermittler fanden heute noch einen weiteren Hinweis darauf, dass in den Kellern des Kinderheims Haut de la Garenne unsägliche Grausamkeiten vor sich gingen. Das lassen die Kritzeleien erahnen, die die Ermittler in einer dunklen Ecke nahe des Bassins auf einem Holzbalken gefunden haben: «Ich war schlecht über Jahre und Jahre», hat jemand dort hineingeritzt. Wars ein Kind? Oder gar eine der sadistischen Aufsichtspersonen?
Und was bedeuten die Namen «Janine», «Trev» und «Sea», die über die Ziegelwand gemalt sind?
Inzwischen werden rund vierzig Personen verdächtigt, die Heimkinder geschlagen, gefoltert und sexuell missbraucht zu haben. Brisant: Auch einige damals bekannte Politiker der Kanalinsel sollen darunter sein. Etwa Wilfred Krichekfski, ein führender Politiker Jerseys während der 60-Jahre.
Ein Heiminsasse berichtete laut «Times Online», dass er das Heim regelmässig besucht habe – und dann Sex mit den Heimkindern hatte. Der Zeuge selbst gibt an, von Krichekfski missbraucht worden zu sein: Er sei damals von einem Wärter mit den Worten «Hier ist jemand, der dich sehen will» geweckt und zu Krichekfski gebracht worden. Der Zeuge erzählt weiter: Als er dem Heim-Psychiater den Vorfall erzählt, habe der ihm gedroht, ihn für immer in eine geschlossene Anstalt zu sperren, sollte er künftig darüber nicht den Mund halten.
Krichekfski starb zwar 1974. Doch die «Times» will wissen: Einige der damaligen Politiker haben Dreck am Stecken – und die sind noch am leben. (gux)