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Die ganze Welt schaut nach Amstetten, blickt dorthin, wo das unfassbare Inzest-Drama geschah und verfolgt fassungslos, was passierte: Elisabeth Fritzl (42), vom Vater 24 Jahre in den Keller eingesperrt, immer wieder vergewaltigt und Mutter von sieben Kindern, gezeugt von ihrem Vater. Seit einer Woche befreit, werden sie und ihre Kinder in einer Nervenklinik psychologisch und medizinisch betreut. Und abgeschirmt.
Der Täter, Josef Fritzl, sitzt in Untersuchungshaft. Jetzt meldet er sich zu Wort. Über seinen Anwalt Rudolf Mayer. Von Einsicht beim 73-Jährigen kann keine Spur sein. Das erschreckende Gegenteil ist der Fall: Fritzl betreibt Medienschelte. Die Medien würden «total einseitig» über ihn berichten. «Ich bin kein Monster», soll Fritzl laut «oe24» gesagt haben.
Die Sturheit des Vergewaltigers geht aber noch weiter. Ihm ist jedes Mittel recht, um sich ins rechte Licht zu rücken: Die 19-jährige (Enkel)-Tochter Kerstin, die im Spital liegt und durch die der Fall ins Rollen kam, habe ihm ihr Leben zu verdanken. «Ohne mich würde Kerstin gar nicht mehr leben», so Fritzl. «Ich habe ja dafür gesorgt, dass sie ins Spital kommt.»
Und dann lässt der Mann, der mit seinem skrupellosen Kellerverlies schockiert, noch viel Grausameres verlauten: «Ich hätte ja alle töten können – dann wäre nichts passiert, sässe ich jetzt nicht hier. Aber ich habe die Kerstin ins Spital gebracht.» Dass die 19-Jährige damit zum ersten Mal aus ihrem Keller-Gefängnis kam, lässt Fritzl ausser Betracht. (spj)