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Aktuell im Zentrum der Affäre: das Show-Girl Patrizia D’Addario (42) samt zwei Freundinnen. Die Damen aus Bari behaupten, sie seien dem Cavaliere gegen Geld für Sex zur Verfügung gestanden. Die drei Frauen sollen nach Berichten der römischen Tageszeitung «La Repubblica» eng mit dem transsexuellen Talent-Scout und TV-Star Manila Gorio befreundet gewesen sein, der sie vermittelt habe. Es soll sogar Tonbandaufnahmen geben, die das bewiesen.
D’Addario sei «sehr gut bezahlt» worden, um ihn zu beschuldigen, wehrte sich Berlusconi gestern im Magazin «Chi», das ihm gehört. «Ich habe nie für eine Frau bezahlt», beteuerte er. Er verstehe nicht, was man davon habe, «wenn man das Vergnügen der Eroberung verpasst».
Konsequenzen dürfte das alles kaum haben. Verteidigungsminister Ignazio La Russa riet seinem Chef bloss zu etwas mehr Ernsthaftigkeit: «Basta Privates», sagte er und ermahnte ihn, sich «auf die Regierungstätigkeit zu konzentrieren und nicht mehr von Privatem ablenken zu lassen». Und «L’Avvenire», die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz, wäre schon mit einer «raschen Aufklärung» von Berlusconis Affären zufrieden.