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Der Schweizer Unterhändler von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sei kein Interessenvertreter der Guerilla-Organisation FARC gewesen, sagte Gontard in einer schriftlichen Stellungnahme. «Der Transport und die Übergabe des Geldes wurden durch andere Personen als mich durchgeführt», schrieb Gontard. «Ich habe für die FARC nie Geld transportiert», erklärte er weiter.
Kolumbien wirft Gontard vor, bei der Befreiung von zwei Novartis- Mitarbeitern im Jahr 2001 der FARC-Guerilla knapp 500000 Dollar Lösegeld übergeben zu haben. Gontard habe damit seine Funktion als «Mediator» überschritten.
Der kolumbianische Generalstaatsanwalt Mario Iguarán hatte verlauten lassen, er wolle eine Strafuntersuchung gegen Gontard einleiten. Hinweise auf den Geldfluss seien im Mail-Ordner auf dem Computer des in Ecuador getöteten FARC-Kommandanten Raúl Reyes gefunden worden, hiess es in Bogota.
Die Schweiz stellte sich daraufhin mit deutlichen Worten hinter ihren Vermittler und verlangte von Kolumbien, die wiederholten Angriffe gegen Gontard zu beenden. Auch Novartis unterstützte Gontard. Es ist die erste direkte Stellungnahme Gontards in dieser Sache.
Gontard: War nicht Quelle des Gerüchtes
Gontard stritt in der schriftlichen Erklärung zudem ab, Quelle des Gerüchts gewesen zu sein, wonach die Befreiung der Politikerin Ingrid Betancourt und 14 weiterer Geiseln inszeniert gewesen und Geld geflossen sei.
Er betonte, dass er nichts von einer allfälligen Zahlung in diesem Zusammenhang wisse. Er wiederholte zudem seine frühere Einschätzung, dass es sich um eine «brillante militärische Operation, ohne Tote und Verletzte» gehandelt habe. (SDA/bih)
Jean-Pierre Gontard auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2000.- Reuters