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Nachdem er sich kürzlich selbst als «Superman» bezeichnet hatte (Blick.ch berichtete), ist er jetzt ein «Stierkämpfer». Bei einem Treffen mit Wirtschaftsexperten wettert der italienische Regierungschef heute gegen die Medien: Er fürchte die Medienangriffe wegen der Skandale rund um sein Privatleben nicht: «Ich werde von einer Stierherde angegriffen, doch ich bin ein Stierkämpfer, der keine Angst hat.»
In seiner Rede heute in Mailand bestritt der Regierungschef heftig, dass er mit seinen Schadenersatzforderungen gegen Zeitungen, die ihn angreifen, die Medienfreiheit beschneide.
«Verleumdungsfreiheit» gleich Pressefreiheit?
«In den Ländern mit Diktatoren werden die Artikel der Zensur unterzogen, danach werden die Zeitungen gesperrt», sagte der Ministerpräsident. Die derzeitigen Geschehnisse in Italien bezeugten aber, dass es Italien die Freiheit gebe, die Wahrheit zu verzerren, zu verleumden und zu diffamieren.
Berlusconi appellierte an die Politik, auf Streit zu verzichten und geschlossen für einen Ausweg aus der Krise zu arbeiten: «Die Politik gibt ein verheerendes Beispiel, weil man nicht als Mannschaft arbeitet, sondern jeder gegen jeden kämpft. Dabei sollten alle für einen Ausweg aus der Krise arbeiten.» (SDA/s5j)